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Lesezeit: 12 min

Warum ist meine Periode ausgeblieben?

Ursachen für Amenorrhö und nächste Schritte

Das Wichtigste zum Thema:

  • Wenn die Periode ausbleibt, spricht man von Amenorrhö

  • Von primärer Amenorrhö spricht man, wenn die erste Periode bis zum Alter von 15 Jahren oder innerhalb von drei Jahren nach Beginn der Brustentwicklung nicht eingesetzt hat

  • Von sekundärer Amenorrhö spricht man, wenn eine Person, die zuvor Perioden hatte, keine Periode mehr bekommt

  • Amenorrhö ist meist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Anzeichen dafür, dass im Körper etwas anderes vor sich geht. Ob die Periode zurückkehrt, hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab

  • Wenn du deinen Zyklus in der Clue App trackst, kannst du gemeinsam mit deiner medizinischen Fachperson Muster erkennen. Der Gesundheitsbericht von Clue fasst deinen Zyklusverlauf in einer druckbaren Übersicht zusammen, die du zu deinem Termin mitbringen kannst

Was ist Amenorrhö?

Wenn du dich fragst: „Warum ist meine Periode ausgeblieben?“, bist du damit nicht allein. In den meisten Fällen gibt es eine Erklärung dafür.

Amenorrhö bedeutet, dass die Periode ausbleibt (1-3). Sie ist keine eigenständige Erkrankung. Meist ist sie ein Anzeichen dafür, dass im Körper etwas anderes vor sich geht, zum Beispiel eine hormonelle Veränderung, eine Erkrankung oder die Einnahme eines Medikaments (4).

Der Menstruationszyklus umfasst mehr als nur die Periode. Er besteht sowohl aus dem Ovarialzyklus (Veränderungen in den Eierstöcken) als auch aus dem Uteruszyklus (Veränderungen im Uterus). Der gesamte Prozess wird durch eine koordinierte Abfolge hormoneller Signale zwischen Gehirn, Eierstöcken und Uterus gesteuert (5).

Arten von Amenorrhö

Es gibt zwei Arten von Amenorrhö: primäre und sekundäre Amenorrhö (1-3).

Art

Was das bedeutet

Primär

Wenn die erste Periode bis zum Alter von 15 Jahren oder innerhalb von drei Jahren nach Beginn der Brustentwicklung nicht eingesetzt hat (3,6).

Sekundär

Drei Monate ohne Periode oder sechs Monate, wenn die Zyklen zuvor unvorhersehbar waren.

Im weiteren Verlauf dieses Artikels geht es um sekundäre Amenorrhö.

Wann das Ausbleiben der Periode zu erwarten sein kann

Eine Schwangerschaft, Stillen (Laktationsamenorrhö) und die Menopause sind zu erwartende Gründe dafür, dass die Periode ausbleibt (7). Einige hormonelle Verhütungsmittel können außerdem dazu führen, dass Blutungen sehr leicht werden oder ganz ausbleiben (7).

Wenn eine Schwangerschaft möglich ist, ist ein Schwangerschaftstest ein wichtiger erster Schritt. Wenn du eine Schwangerschaft, Stillen und die Menopause ausgeschlossen hast, ist das Ausbleiben der Periode meist ein Anzeichen dafür, dass im Körper etwas anderes vor sich geht (1).

Warum ist meine Periode ausgeblieben? Häufige Ursachen für Amenorrhö

Zu den häufigen Ursachen gehören funktionelle hypothalamische Amenorrhö (FHA), PMOS, Schilddrüsenerkrankungen, erhöhte Prolaktinwerte, vorzeitige Ovarialinsuffizienz (POI), Vernarbungen im Uterus, bestimmte Medikamente und hormonelle Verhütungsmittel (1-3,7).

Funktionelle hypothalamische Amenorrhö (FHA)

FHA ist eine häufige Ursache für Amenorrhö, insbesondere bei Jugendlichen und jüngeren Erwachsenen (8). Sie entsteht, wenn das hormonelle Kommunikationssystem zwischen Gehirn und Eierstöcken, die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Ovar-Achse (HHO-Achse), unterdrückt wird. Dadurch kann der Eisprung (die Freisetzung einer Eizelle) ausbleiben, sodass die Perioden unvorhersehbar werden oder ganz ausbleiben können (1,8-10).

Häufige Auslöser sind eine zu geringe Nahrungsaufnahme, um den Energiebedarf des Körpers zu decken (geringe Energieverfügbarkeit), intensives Training, schneller Gewichtsverlust oder anhaltender Stress (1,3,8).

FHA tritt häufig bei Sportler*innen und Menschen mit restriktivem Essverhalten auf. Sie kann jedoch alle betreffen, deren Körper über längere Zeit körperlichem oder psychischem Stress ausgesetzt ist (3,8).

Unbehandelt kann FHA zu niedrigen Östrogenspiegeln führen. Auf Dauer können niedrige Östrogenspiegel die Knochendichte verringern und sowohl die Herzgesundheit als auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen (3,9,11).

Die Behandlung konzentriert sich darauf, die zugrunde liegende Ursache anzugehen und eine ausreichende Energieverfügbarkeit wiederherzustellen (3,8). Dazu können eine höhere Nahrungsaufnahme, eine Anpassung des Trainings, Stressbewältigung und bei Bedarf die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln gehören (3,8). Die Unterstützung durch ein Team aus medizinischen Fachpersonen, Ernährungsfachkräften und Fachpersonen für psychische Gesundheit kann hilfreich sein (3).

Polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS)

PMOS (früher als polyzystisches Ovarialsyndrom bzw. PCOS bezeichnet) ist eine der häufigsten Ursachen für sekundäre Amenorrhö und die häufigste Ursache für Unfruchtbarkeit im Zusammenhang mit unregelmäßigem Eisprung (1,3,7,9,12).

Zur Diagnose gehören die Erfassung der Menstruations- und Symptomgeschichte sowie Hormontests. Zusätzlich können hormonelle und metabolische Blutuntersuchungen oder ein Ultraschall des Beckens durchgeführt werden. Bei Erwachsenen wird PMOS in der Regel diagnostiziert, wenn mindestens zwei der folgenden drei Merkmale vorliegen und andere mögliche Ursachen ausgeschlossen wurden (12,13):

  • Unregelmäßige oder ausbleibende Perioden aufgrund einem unregelmäßigen Eisprung

  • Anzeichen für erhöhte Androgenspiegel. Androgene sind Hormone wie Testosteron, die bei allen Menschen vorkommen. Höhere Werte können zu verstärkter Gesichts- oder Körperbehaarung oder Akne führen

  • Polyzystische Ovarialmorphologie im Ultraschall (häufig als „Zysten“ bezeichnet)

Nicht alle Menschen mit PMOS weisen alle drei Merkmale auf, und ein Ultraschall ist nicht immer erforderlich. Für Jugendliche gelten andere Diagnosekriterien. Bei ihnen wird Ultraschall als Teil der Diagnose nicht empfohlen (12,13).

Ein unregelmäßiger Eisprung kann dazu führen kann dazu führen, dass die Perioden unvorhersehbar werden oder ganz ausbleiben. Auch Insulinresistenz (wenn der Körper nicht ausreichend auf Insulin reagiert, das Hormon, das den Blutzucker reguliert) und niedriggradige Entzündungen treten bei Menschen mit PMOS häufig auf und können die Symptome verschlimmern (12).

Die Behandlung hängt von den Symptomen und den reproduktiven Zielen der jeweiligen Person ab. Sie kann hormonelle Verhütung, Medikamente zur Verbesserung der Insulinempfindlichkeit oder antiandrogene Medikamente sowie Veränderungen des Lebensstils, etwa bei Ernährung und Bewegung, umfassen (1,3,7,13).

Schilddrüsenerkrankungen

Die Schilddrüse produziert Hormone, die zur Regulierung des Menstruationszyklus beitragen. Sowohl eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) als auch eine Überfunktion (Hyperthyreose) können die HHO-Achse stören und den Eisprung beeinflussen. Dadurch können die Perioden unregelmäßig werden oder ausbleiben (1,3,4).

Eine Blutuntersuchung des schilddrüsenstimulierenden Hormons (TSH) kann helfen, Schilddrüsenprobleme zu erkennen. Eine medizinische Fachperson kann außerdem vorsichtig deinen Hals abtasten, um die Schilddrüse zu untersuchen (4). Die Behandlung hängt von der jeweiligen Erkrankung ab.

Eine Hypothyreose wird in der Regel mit Schilddrüsenhormonen behandelt. Bei einer Hyperthyreose können Medikamente, die die Schilddrüsenfunktion hemmen, eine Radiojodtherapie, eine Ablation oder eine Operation zum Einsatz kommen (4).

Erfahre mehr über Hypothyreose und Hyperthyreose und den Menstruationszyklus.

Erhöhte Prolaktinwerte (Hyperprolaktinämie)

Prolaktin ist das Hormon, das für die Milchproduktion verantwortlich ist (14). Außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit können erhöhte Prolaktinwerte die HHO-Achse unterdrücken, ähnlich wie beim Stillen. Dadurch kann der Eisprung ausbleiben und die Perioden können unregelmäßig werden oder ganz ausbleiben (3,4,15).

Mögliche Ursachen sind bestimmte Medikamente wie Antipsychotika, einige Antidepressiva und Opioide sowie Hypothyreose, chronische Nierenerkrankungen und eine meist gutartige Wucherung der Hypophyse, ein sogenanntes Prolaktinom (3,4,15).

Bei manchen Menschen kann unerwartet milchige Flüssigkeit aus den Brustwarzen austreten (Galaktorrhö). Dieses Symptom solltest du unbedingt einer medizinischen Fachperson mitteilen (3,4,14,15). Zur Diagnose wird der Prolaktinwert im Blut bestimmt. Ist er erhöht, kann zusätzlich eine MRT-Untersuchung der Hypophyse durchgeführt werden (3,4,15).

Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Ein Prolaktinom wird in der Regel medikamentös und in manchen Fällen operativ behandelt. Wenn ein Medikament die erhöhten Prolaktinwerte verursacht, kann eine medizinische Fachperson empfehlen, es zu wechseln. Setze ein verschriebenes Medikament nicht ab und ändere die Einnahme nicht, ohne vorher mit der Person zu sprechen, die es dir verschrieben hat (3,4,15).

Vorzeitige Ovarialinsuffizienz (POI)

Bei einer POI, manchmal auch als primäre Ovarialinsuffizienz bezeichnet, funktionieren die Eierstöcke bereits vor dem 40. Lebensjahr nicht mehr wie erwartet. Dadurch können Perioden ausbleiben oder seltener auftreten (2,4,7). POI kann mit genetischen oder Autoimmunerkrankungen zusammenhängen oder durch Schädigungen der Eierstöcke infolge von Bestrahlung, Chemotherapie, Infektionen oder Operationen verursacht werden. In vielen Fällen lässt sich jedoch keine konkrete Ursache feststellen (4,7).

Strukturelle Veränderungen im Uterus

Beim Asherman-Syndrom (auch intrauterine Adhäsionen oder intrauterine Synechien genannt) bildet sich Narbengewebe im Uterus oder am Gebärmutterhals. Dadurch kann sich die Uterusschleimhaut möglicherweise nicht aufbauen, sodass kein Gewebe vorhanden ist, das abgestoßen werden kann (und somit keine Periode auftritt) (4,16).

Dies kann nach einem Eingriff am Uterus auftreten (etwa nach einer Dilatation und Kürettage, einem Verfahren zur Entfernung von Gewebe aus dem Uterus), nach einer verhaltenen oder unvollständigen Fehlgeburt, durch nach der Geburt im Uterus verbliebenes Plazentagewebe oder, seltener, durch eine Infektion des Uterus infolge von Tuberkulose oder Schistosomiasis (1,4,16).

Medizinische Fachpersonen ziehen das Asherman-Syndrom in der Regel in Betracht, nachdem hormonelle Ursachen ausgeschlossen wurden. Die Diagnose kann durch bildgebende Verfahren oder einen Eingriff bestätigt werden, bei dem das Innere des Uterus untersucht wird. Die operative Entfernung des Narbengewebes ist die wichtigste Behandlungsmethode (4).

Bestimmte Medikamente und Behandlungen

Verschiedene Medikamente und Behandlungen können als Nebenwirkung dazu führen, dass die Periode unterdrückt wird oder ganz ausbleibt. Dazu gehören (3,7,15):

  • Chemotherapie und Strahlentherapie

  • Antipsychotika, bestimmte Antidepressiva und Opioide, die den Prolaktinspiegel erhöhen können

  • Bestimmte Blutdruckmedikamente

  • Bestimmte Freizeitdrogen

Rauchen kann ebenfalls mit einem höheren Risiko für Amenorrhö verbunden sein (2).

Wenn du wegen einer ausbleibenden Periode mit einer medizinischen Fachperson sprichst, solltest du alle Medikamente und Substanzen erwähnen, die du einnimmst oder konsumierst. Dazu gehören verschreibungspflichtige und rezeptfreie Medikamente ebenso wie Freizeitdrogen.

Hormonelle Verhütung

Einige hormonelle Verhütungsmethoden wie die Antibabypille, die Dreimonatsspritze, das Verhütungsimplantat oder die Hormonspirale können zu sehr leichten oder unvorhersehbaren Blutungen oder zu Amenorrhö führen (1,2).

Diese Methoden können der Eisprung beeinflussen oder die Uterusschleimhaut dünner werden lassen. Dadurch ist möglicherweise nur wenig oder gar keine Schleimhaut vorhanden, die abgestoßen werden kann. Das gilt auch für die hormonfreie Woche bei einigen Antibabypillen (4,15). Dies ist eine zu erwartende Wirkung einiger hormoneller Verhütungsmittel und normalerweise kein Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt (4).

Nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel kann es einige Zeit dauern, bis Periode und Eisprung zurückkehren. Sprich mit einer medizinischen Fachperson, wenn du dir Sorgen machst, eine Schwangerschaft möglich ist oder deine Periode innerhalb von drei Monaten nach dem Absetzen nicht zurückgekehrt ist. Möglicherweise hat die Verhütungsmethode eine zugrunde liegende Erkrankung verdeckt (1). Nach dem Absetzen der Dreimonatsspritze kann es länger dauern.

Was bedeutet das Ausbleiben der Periode für die Fruchtbarkeit?

Amenorrhö bedeutet nicht automatisch, dass eine Person unfruchtbar ist. Wie sie sich auf die Fruchtbarkeit auswirkt, hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Viele Ursachen lassen sich behandeln (1–3).

Für Menschen, die schwanger werden möchten, ist die Ursache entscheidend:

  • FHA: Eisprung und Fruchtbarkeit kehren in der Regel zurück, wenn das zugrunde liegende Energiedefizit, die Trainingsbelastung oder der Stress angegangen werden (8)

  • PMOS: Behandlungen zur Unterstützung des Eisprungs sind bei vielen Menschen wirksam. Welche Option am besten geeignet ist, hängt von Alter, Gesundheit, Kinderwunsch und möglichen weiteren Faktoren ab, die die Fruchtbarkeit beeinflussen (17)

  • Andere hormonelle Ursachen (wie Schilddrüsenerkrankungen oder erhöhte Prolaktinwerte): Durch die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung lässt sich der Eisprung häufig wiederherstellen (2-4)

  • POI oder strukturelle Ursachen: Eine fachärztliche Untersuchung kann erforderlich sein, um zu klären, wie sich die Erkrankung auf die Fruchtbarkeit auswirken könnte und welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen

Wenn du schwanger werden möchtest und keine Periode hast, solltest du mit einer medizinischen Fachperson sprechen, anstatt den üblichen Zeitraum bis zu einer Fruchtbarkeitsabklärung abzuwarten. Eine Fachperson für Reproduktionsmedizin kann untersuchen, was die Ursache ist, und mit dir die verfügbaren Möglichkeiten besprechen (1,2).

Wann solltest du eine medizinische Fachperson aufsuchen?

Sprich mit einer medizinischen Fachperson, wenn deine Periode seit drei Monaten oder länger ausgeblieben ist. Wenn deine Zyklen schon vorher unvorhersehbar waren, gilt das ab sechs Monaten (1-3). Wenn du dir Sorgen machst, kannst du dich auch früher beraten lassen.

Wenn eine Schwangerschaft möglich ist, solltest du einen Schwangerschaftstest machen, anstatt drei Monate zu warten.

Anzeichen, bei denen du dich früher untersuchen lassen solltest

Du solltest früher mit einer medizinischen Fachperson sprechen, wenn neben dem Ausbleiben der Periode weitere Symptome auftreten. Dazu gehören etwa milchiger Ausfluss aus den Brustwarzen, wenn du nicht stillst, deutliche Gewichtsveränderungen, Beckenschmerzen, neu auftretende Kopfschmerzen oder Sehstörungen sowie neue Anzeichen für erhöhte Androgenspiegel, zum Beispiel verstärkte Gesichts- oder Körperbehaarung (3).

Risiken einer langfristigen Amenorrhö

Es ist wichtig, die Ursache herauszufinden, da die möglichen langfristigen Auswirkungen einer Amenorrhö davon abhängen, wodurch sie verursacht wird (4).

Bei manchen Menschen kann sich eine langfristige Amenorrhö auf Folgendes auswirken:

  • Knochendichte: Über längere Zeit niedrige Östrogenspiegel können den Knochenabbau beschleunigen und das Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche erhöhen (11)

  • Herz-Kreislauf-Gesundheit: Über längere Zeit niedrige Östrogenspiegel sind mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen verbunden (11)

  • Fruchtbarkeit: Solange kein Eisprung stattfindet, kann eine Amenorrhö die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft verringern. Wie sie sich langfristig auf die Fruchtbarkeit auswirkt, hängt jedoch von der Ursache ab (1,4)

  • Uterusschleimhaut: Wenn die Amenorrhö durch einen chronisch unregelmäßigen Eisprung verursacht wird, unter anderem bei manchen Menschen mit PMOS, kann die Uterusschleimhaut mit der Zeit zu dick werden

Wie wird Amenorrhö diagnostiziert?

Es gibt keinen einzelnen Test, mit dem sich Amenorrhö diagnostizieren lässt. Für die Diagnose werden die Krankengeschichte, eine körperliche Untersuchung, bildgebende Verfahren und Untersuchungsergebnisse berücksichtigt (3,4).

Die Diagnose einer Amenorrhö beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Eine medizinische Fachperson wird dich nach deiner Menstruations- und Krankengeschichte, Veränderungen deines Gewichts oder deiner körperlichen Aktivität, Medikamenten und deiner Familiengeschichte fragen (1,3).

Ein Schwangerschaftstest gehört immer zu den ersten Schritten (1,3). Anschließend kann eine medizinische Fachperson Blutuntersuchungen anordnen, zum Beispiel zur Überprüfung der Schilddrüsenfunktion und des Prolaktinspiegels. Je nach Ergebnis können auch bildgebende Untersuchungen wie ein Ultraschall des Beckens oder eine MRT erforderlich sein (3,4).

Dein Zyklusverlauf hilft deiner medizinischen Fachperson zu erkennen, wann deine Periode ausgeblieben ist und was sich zuvor verändert hat. Wenn du mit Clue trackst, kann das dieses Gespräch erleichtern.

Mit Clue eine ausbleibende Periode tracken

Wenn du deinen Zyklus in der Clue App trackst, kannst du erkennen, wann deine Periode verspätet ist und wie lange sie bereits ausbleibt. Du kannst deine Periodentage zusammen mit Erfahrungen wie Schmerzen, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen tracken.

Du kannst einen Gesundheitsbericht mit deinen Menstruationszyklus-Statistiken und deinem Tracking-Verlauf erstellen und zu Arztterminen mitbringen. So kannst du leichter erklären, wann deine Periode ausgeblieben ist, wie sich deine Zyklen zuvor verändert haben und ob dir damit verbundene Symptome aufgefallen sind.

FAQs

Wird meine Periode zurückkehren?

Ob deine Periode zurückkehrt, hängt davon ab, warum sie ausgeblieben ist. Bei vielen Menschen kehrt die Periode zurück, sobald die zugrunde liegende Ursache behandelt wurde. Wie lange das dauert, ist unterschiedlich (1–3).

Manche Ursachen erfordern möglicherweise eine längerfristige Behandlung oder fachärztliche Betreuung. Sprich mit einer medizinischen Fachperson, wenn du seit drei Monaten keine Periode hattest. Wenn eine Schwangerschaft möglich ist oder du andere Symptome hast, die dir Sorgen machen, solltest du dich früher beraten lassen.

Wie kann ich Amenorrhö vorbeugen?

Einige Ursachen (wie PMOS, Schilddrüsenerkrankungen, POI und das Asherman-Syndrom) lassen sich nicht verhindern (1,7). Wenn du genug isst, um den Bedarf deines Körpers zu decken, körperlich aktiv bleibst, ohne zu viel zu trainieren, und dir bei anhaltendem Stress oder gestörtem Essverhalten Unterstützung holst, kann dies das Risiko für FHA senken (3,8).

Wenn du deinen Zyklus regelmäßig in der Clue App trackst, kannst du Veränderungen frühzeitig erkennen und dir schneller medizinischen Rat holen (1,3).

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