Die Phasen und Hormone des Menstruationszyklus.

Illustratio: Marta Pucci

Menstruationszyklus

Menstruation vs. Zyklus: Für was stehen die Begriffe?

Hier ist eine Aufschlüsselung der Phasen und die Hormone.

*Übersetzung: Rebecca Rosenthal

Das Wichtigste zum Thema:

  • Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag deiner Mensturation und endet, wenn die nächste Menstruation beginnt.

  • Hormonsignale werden zwischen dem Gehirn und den Eierstöcken hin und her gesendet, sodass es zu Veränderungen der Eibläschen (Follikel) in den Eierstöcken und der Gebärmutter kommt.

  • Im ersten Teil deines Zyklus bereitet sich eine Eizelle darauf vor, vom Eierstock abgegeben zu werden. Außerdem baut sich die Gebärmutterschleimhaut auf.

  • Der zweite Teil des Zyklus bereitet die Gebärmutter und den Körper auf die Aufnahme einer befruchteten Eizelle oder auf den Beginn des nächsten Zyklus vor, falls es nicht zu einer Schwangerschaft kommt.

Der Zyklus ist mehr als nur deine Menstruation. In der Tat ist die Menstruation nur die erste Phase des Zyklus. Der Menstruationszyklus besteht eigentlich aus zwei Zyklen, die sich gegenseitig beeinflussen und überschneiden – einer findet in den Eierstöcken und einer in der Gebärmutter statt. Das Gehirn, die Eierstöcke und die Gebärmutter arbeiten zusammen und kommunizieren über Hormone (chemische Signale, die über das Blut von einem Teil des Körpers zum anderen gesendet werden), um den Zyklus in Gang zu halten.

Ein Menstruationszyklus beginnt mit dem ersten Tag der Menstruation und endet mit dem Beginn der nächsten Menstruation. Ein vollständiger Menstruationszyklus dauert normalerweise zwischen 24 und 38 Tagen (1), aber die Länge kann von Zyklus zu Zyklus variieren und sich auch im Laufe der Jahre verändern. Die Zykluslänge ändert sich zwischen der Menarche (wenn die Menstruation erstmals während der Pubertät einsetzt) und der Menopause (wenn die Menstruation dauerhaft ausbleibt) (2, 3).

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Den Menstruationszyklus zu verstehen, ist wichtig, weil er den Körper von Kopf bis Fuß beeinflussen kann.

Manche Menschen bemerken Veränderungen bei ihren Haaren, ihrer Haut, ihrem Stuhlgang, den Symptomen chronischer Krankheiten, ihrer geistigen Gesundheit, Migränekopfschmerzen oder der Art und Weise, wie sie Sex an verschiedenen Punkten des Menstruationszyklus erleben. Es ist auch die Art des Körpers, sich immer wieder auf eine Schwangerschaft vorzubereiten. Daher sollten Menschen, die Penis-in-Vagina-Sex haben (die Art von Sex, durch die man schwanger werden kann), auf den Menstruationszyklus achten. Hormonelle Verhütungsmittel unterdrücken einige oder alle Phasen des Zyklus, wodurch eine Schwangerschaft verhindert wird.

Lies weiter, um zu erfahren, wie die einzelnen Phasen des Zyklus ablaufen und was in der Gebärmutter und in den Eierstöcken passiert.

Ein Überblick:

  • Die Menstruation: Die Periode – das Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut. Der Östrogen- und Progesteronspiegel ist niedrig.

  • Die Follikelphase: Die Zeit zwischen dem ersten Tag der Periode und dem Eisprung. Der Östrogenspiegel steigt an, wenn sich eine Eizelle darauf vorbereitet, freigesetzt zu werden.

  • Die Proliferationsphase: Nach der Menstruation baut sich die Gebärmutterschleimhaut wieder auf.

  • Eisprung: Die Freisetzung der Eizelle aus einem Eierstock in der Mitte des Zyklus. Das Östrogen erreicht kurz vorher seinen Höchstwert und fällt kurz danach ab.

  • Die Lutealphase: Die Zeit zwischen dem Eisprung und dem Beginn der Menstruation, in der sich der Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Progesteron wird produziert, erreicht seinen Höchstwert und fällt dann ab.

  • Die Sekretionsphase: Die Gebärmutterschleimhaut produziert chemische Stoffe, die entweder eine frühe Schwangerschaft unterstützen oder die Schleimhaut darauf vorbereiten, abgebaut und abgestoßen zu werden, falls keine Schwangerschaft eintritt.

Akt 1: Der erste Teil des Zyklus

Uterus: Menstruation

Wann: Von dem Zeitpunkt, an dem die Blutung beginnt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie endet.

Was: Altes Blut und Gewebe aus dem Inneren der Gebärmutter wird durch die Vagina ausgeschieden.

Jeder Menstruationszyklus beginnt mit der Menstruation (der Periode). Eine Periode ist die normale Ausscheidung von Blut und Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) durch den Gebärmutterhals und die Vagina. Eine normale Periode kann bis zu 8 Tage dauern (1), im Durchschnitt dauert sie jedoch etwa 5 oder 6 Tage (4).

Eierstöcke: follikuläre Phase

Wann: vom Beginn der Menstruation bis zum Eisprung.

Was: Signale aus dem Gehirn sagen den Eierstöcken, dass sie eine Eizelle vorbereiten sollen, die dann freigesetzt wird.

Während der Menstruation produziert die Hypophyse (ein kleiner Bereich an der Basis des Gehirns, der Hormone bildet) ein Hormon namens follikelstimulierendes Hormon (FSH). Das FSH weist die Eierstöcke an, eine Eizelle für den Eisprung (Freisetzung einer Eizelle aus einem Eierstock) vorzubereiten. Während des gesamten Menstruationszyklus gibt es in jedem Eierstock mehrere Follikel (mit Flüssigkeit gefüllte Säckchen, die Eizellen enthalten) in unterschiedlichen Entwicklungsstadien (5, 6). Etwa in der Mitte der Follikelphase (kurz vor dem Ende der Menstruation) ist ein Follikel in einem der Eierstöcke mit etwa 1 cm der größte von allen Follikeln (6, 7). Dieser Follikel wird zum dominanten Follikel und ist derjenige, der darauf vorbereitet ist, beim Eisprung freigesetzt zu werden. Der dominante Follikel produziert während seines Wachstums Östrogen (8), das kurz vor dem Eisprung seinen Höchstwert erreicht (7). Bei den meisten Menschen dauert die Follikelphase 10–22 Tage, aber dies kann von Zyklus zu Zyklus variieren (4).

Uterus: Proliferationsphase

Wann: vom Ende der Menstruation bis zum Eisprung.

Was: Die Gebärmutter baut eine dicke Innenauskleidung auf.

Während die Eierstöcke an der Entwicklung der eierhaltigen Follikel arbeiten, reagiert die Gebärmutter auf das von den Follikeln produzierte Östrogen und baut die Schleimhaut wieder auf, die gerade während der letzten Menstruation abgestoßen wurde. Dies wird als Proliferationsphase bezeichnet, weil das Endometrium (die Gebärmutterschleimhaut) dicker wird. Das Endometrium ist während der Menstruation am dünnsten und verdickt sich in dieser Phase bis zum Eisprung (9). Die Gebärmutter tut dies, um einen Ort zu schaffen, an dem sich eine potenziell befruchtete Eizelle einnisten und wachsen kann (10).

Zwischenphase: Eisprung

Wann: Etwa in der Mitte des Zyklus, aber dies kann sich von Zyklus zu Zyklus ändern. Der Eisprung trennt die beiden Phasen des Eierstockzyklus (die Follikelphase und die Lutealphase).

Was: Ein Ei wird aus dem Eierstock in den Eileiter abgegeben.

Der dominante Follikel im Eierstock produziert mehr und mehr Östrogen, wenn er größer wird. Der dominante Follikel erreicht kurz vor dem Eisprung seine größte Ausdehnung von etwa 2 cm, kann aber auch bis zu 3 cm groß sein (6, 7). Wenn der Östrogenspiegel hoch genug ist, sendet er ein Signal an das Gehirn und verursacht einen rasanten Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH) (11). Dies löst den Eisprung (Freisetzung der Eizelle aus einem Eierstock) aus. Der Eisprung findet in der Regel etwa 13–15 Tage vor Beginn der nächsten Menstruation statt (12).

Akt 2: Der zweite Teil des Zyklus

Eierstock: Lutealphase

Wann: vom Eisprung bis zum Beginn der nächsten Menstruation.

Was: Das Säckchen, das die Eizelle enthielt, produziert Östrogen und Progesteron.

Sobald der Eisprung stattfindet, verwandelt sich der Follikel, der die Eizelle enthielt, in einen sogenannten Gelbkörper und beginnt, Progesteron sowie Östrogen zu produzieren (10, 13). Der Progesteronspiegel erreicht etwa in der Mitte dieser Phase seinen Höchstwert (14). Die hormonellen Veränderungen der Lutealphase sind mit häufig vorkommenden prämenstruellen Symptomen verbunden, wie Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Akne, Blähungen und Brustspannen.

Wird eine Eizelle befruchtet, unterstützt Progesteron aus dem Gelbkörper die Frühschwangerschaft (15). Wenn es zu keiner Befruchtung kommt, wird der Gelbkörper innerhalb von 9 bis 11 Tagen nach dem Eisprung abgebaut (10). Dies führt zu einem Abfall des Östrogen- und Progesteronspiegels, der die Menstruation auslöst. Die Lutealphase dauert typischerweise etwa 14 Tage, aber zwischen 9 und 16 Tagen ist üblich (4, 12).

Uterus: Sekretionsphase

Wann: vom Eisprung bis zum Beginn der nächsten Menstruation.

Was: Die Gebärmutterschleimhaut setzt chemische Stoffe frei oder sondert sie ab, die entweder eine frühe Schwangerschaft begünstigen, wenn eine Eizelle befruchtet wurde, oder die Schleimhaut abbauen und abstoßen, wenn keine Eizelle befruchtet wurde.

In dieser Phase bereitet sich die Gebärmutterschleimhaut darauf vor, entweder eine Schwangerschaft zu unterstützen oder sich für die Menstruation abzubauen. Steigende Progesteronspiegel bewirken, dass die Gebärmutterschleimhaut aufhört, sich zu verdicken, und beginnt, sich auf die mögliche Einnistung einer befruchteten Eizelle vorzubereiten. Die Sekretionsphase hat ihren Namen, weil das Endometrium viele Arten von chemischen Botenstoffen sezerniert (produziert und freisetzt). Der bemerkenswerteste dieser Botenstoffe sind die Prostaglandine, die von Endometriumzellen ausgeschüttet werden und Veränderungen an anderen Zellen in der Nähe verursachen.

Besonders zwei Prostaglandine, „PGF2α“ und „PGE2“, bewirken eine Kontraktion (Verkrampfung) des Uterusmuskels. Die Mengen dieser Prostaglandine steigen nach dem Eisprung an und erreichen ihren Höchstwert während der Menstruation (16, 17). Die durch dieses Prostaglandin verursachten Krämpfe helfen, die Menstruation auszulösen. Kommt es zu einer Schwangerschaft, wird die Prostaglandinproduktion gehemmt (18), sodass diese Kontraktionen keine Auswirkungen auf eine frühe Schwangerschaft haben. Wenn keine Schwangerschaft eintritt, hört der Gelbkörper auf, Östrogen und Progesteron zu produzieren. Der Hormonabfall führt zusammen mit der Wirkung der Prostaglandine dazu, dass sich die Blutgefäße verengen (zusammenziehen) und die Gebärmutterschleimhaut abgebaut wird (10).

Die Menstruation setzt ein und der ganze Zyklus beginnt von vorne.

Das Tracken deiner Symptome während des Menstruationszyklus in Clue kann dir das Gefühl geben, mehr Kontrolle zu haben, indem du Muster erkennen und Veränderungen vorhersehen kannst. Es kann dir auch helfen, zu erkennen, ob etwas für dich außerhalb der Norm liegt, um bei Bedarf den Rat eines Arztes einzuholen.

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