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Krämpfe & Schmerzen

Alles zu Menstruationskrämpfen: Warum treten sie auf und wie kann ich sie lindern?

Erfahre, was die Forschung über Menstruationsschmerzen sagt.

von Anna Druet, und Clár McWeeney
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*Übersetzung: Rebecca Rosenthal

Das Wichtigste zum Thema:

  • Menstruationskrämpfe werden höchstwahrscheinlich durch einen Überschuss an Prostaglandinen verursacht – Verbindungen, die von der Gebärmutterschleimhaut freigesetzt werden, wenn sie sich darauf vorbereitet, abgestoßen zu werden. Sie sind ein notwendiger Teil des Prozesses, aber im Übermaß verursachen sie Schmerzen.

  • Lindere die Schmerzen mit einer Wärmekompresse und einem gängigen, entzündungshemmenden Schmerzmittel wie Ibuprofen.

  • Zur Vorbeugung solltest du ein Magnesiumpräparat einnehmen. Dieses Mineral kann Menstruationsschmerzen mit der Zeit lindern und den Bedarf an Schmerzmitteln reduzieren.

Wahrscheinlich kennst du Menstruationskrämpfe als Gebärmutterkrämpfe um die Zeit deiner Menstruation herum, die typischerweise im Unterleib, im Rücken oder in den Oberschenkeln zu spüren sind. Du hast möglicherweise auch in der Mitte deines Zyklus, während des Eisprungs, Schmerzen.

Menstruationskrämpfe sind sehr häufig: In Clue berichten etwa 3 von 4 Personen, dass sie kurz vor oder während ihrer Menstruation Krämpfe erleben.

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Die meisten Menschen bemerken Menstruationskrämpfe zum ersten Mal etwa sechs Monate bis ein Jahr nach der ersten Menstruation (1). Zunächst können sie unregelmäßig auftreten und sich dann in allen oder den meisten Zyklen einstellen (wenn der Eisprung häufiger stattfindet).

Typischerweise spüren Menschen ihre Krämpfe kurz vor oder zu dem Zeitpunkt im Zyklus, an dem die Blutung beginnt. Sie dauern in der Regel etwa ein bis drei Tage. Sie können stark beginnen und sich innerhalb von Stunden bessern, oder sie treten eher unregelmäßig auf. Die Krämpfe können kaum spürbar, aber auch sehr schmerzhaft oder stark sein (2). Bei 1 von 10 Menschen treten Schmerzen auf, die ihre Alltagsverpflichtungen für 1–3 Tage pro Zyklus beeinträchtigen können. Mäßige bis starke Schmerzen treten meistens 2–3 Jahre nach der ersten Periode (Menarche) auf und bessern sich in der Regel nach dem 20. Lebensjahr oder nach Schwangerschaft und Geburt (2).

Starke Menstruationskrämpfe sind in der Regel mit Erkrankungen wie Endometriose oder Adenomyose verbunden. Über Schmerzen von Frauen und Menschen mit Zyklus wird im Vergleich zu den von männlichen Patienten vorgestellten Schmerzen oft hinweggesehen und/oder die Beschwerden werden nicht ausreichend behandelt (3). Es kommt häufig vor, dass junge Menschen, die unter starken Menstruationsschmerzen leiden, nicht mit Ärzt:innen darüber sprechen (4). Wenn es um Menstruationsbeschwerden geht, ist es wichtig, dass du für dich selbst eintrittst und deine Schmerzen ärztlichem Fachpersonal mitteilst. Es kann hilfreich sein, deine Schmerzen mit einer App wie Clue zu tracken.

Wenn du dich mit den Grundlagen der zyklusbedingten Schmerzen vertraut machst, kannst du ein Verständnis dafür entwickeln, ob deine Schmerzen etwas sind, worüber du mit Ärzt:innen sprechen solltest.

Was genau löst diese Krämpfe aus und was lindert sie?

Was verursacht Menstruationskrämpfe?

Hinweis: Menstruationskrämpfe können „primär“ oder „sekundär“ sein. Primäre Dysmenorrhö (das klinische Wort für schmerzhafte Menstruationen) sind Schmerzen, die durch die Menstruation selbst verursacht werden. Die sekundäre Dysmenorrhö ist ein Menstruationschmerz, der eine andere Ursache hat, z. B. eine Erkrankung wie Endometriose. Dieser Artikel behandelt die primäre Dysmenorrhö.

Menstruationskrämpfe werden höchstwahrscheinlich durch einen Überschuss an Prostaglandinen verursacht – hormonähnliche Verbindungen, die von der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) freigesetzt werden, wenn sie sich darauf vorbereitet, abgestoßen zu werden. Prostaglandine helfen der Gebärmutter, sich zusammenzuziehen und wieder zu entspannen, sodass sich die Gebärmutterschleimhaut ablösen und aus deinem Körper fließen kann. Sie sind ein notwendiger Teil des Prozesses, aber im Übermaß verursachen sie Schmerzen, wenn sich die Gebärmutter stark zusammenzieht, der Blutfluss reduziert wird und die Sauerstoffversorgung des Uterusmuskelgewebes abnimmt (5).

Bei den meisten Menschen mit Menstruationskrämpfen ist immer noch nicht bekannt, was sie – im Gegensatz zu anderen – für eine schmerzhafte Menstruation prädisponiert. Entzündungen können eine Rolle spielen. Die Produktion von Prostaglandinen steht im Zusammenhang mit Entzündungen, und entzündetes Gewebe neigt dazu, mehr Prostaglandine zu produzieren (6). Bei Menschen, die häufiger unter Menstruationsschmerzen leiden, zeigen sich höhere Werte von Entzündungsmarkern im Blut, selbst nach Bereinigung von Faktoren, die mit chronischen Entzündungen zusammenhängen, wie dem BMI, dem Rauchen oder Alkoholkonsum (7). Entzündungen wurden auch mit der Verschlimmerung anderer prämenstrueller Symptome wie Stimmungsschwankungen in Verbindung gebracht.

Menschen haben eher schmerzhafte Menstruationen, wenn sie starke oder lange Regelblutungen haben, wenn die Menstruation früh in ihrem Leben eingesetzt hat oder wenn ihre Periode unregelmäßig ist (8, 9). Andere Faktoren, die mit schmerzhaften Menstruationen in Verbindung gebracht werden, sind das Rauchen, eine dünne Statur, ein Alter von unter 30 Jahren, eine Beckeninfektion oder eine Sterilisation (8).

Eine von Clue in Zusammenarbeit mit der Universität von Oxford durchgeführte Studie ergab außerdem, dass Clue-Nutzer mit nicht diagnostizierten, sexuell übertragbaren Infektionen (STI) häufiger bestimmte prämenstruelle Symptome wie Krämpfe aufweisen als Nutzer ohne STI (10).

Wie lindere ich meine Menstruationskrämpfe?

Wenn deine Menstruation stark, unregelmäßig oder extrem schmerzhaft ist, kann es für deine Gesundheit wichtig sein, die Ursache für diese Beschwerden zu finden und zu behandeln. Andere Therapieansätze zur Linderung von Krämpfen, wie hormonelle Verhütungsmittel, wirken, indem sie den Aufbau und die Ablösung von Gebährmutterschleimhaut verhindern. Alle Methoden zur Krampflösung zielen auf mindestens einen der folgenden Aspekte ab:

  • Entzündung reduzieren

  • Prostaglandinproduktion begrenzen

  • Schmerzen hemmen

  • Uterusdurchblutung fördern oder

  • Erkrankungen wie Endometriose behandeln

Folgende Methoden kannst du ausprobieren:

  • Medikation

  • Wärme

  • Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)

  • Ernährungsumstellung

  • Nahrungsergänzung

  • Stressabbau

  • Raucherentwöhnung

  • Sport

  • Sex

  • Selbstfürsorge

Medikamente gegen Menstruationskrämpfe

Entzündungshemmende Schmerzmittel sorgen wirksam für die Linderung von Menstruationsschmerzen (11). Nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen hemmen die Prostaglandinproduktion und Entzündungsbildung. Andere Arten frei verkäuflicher Schmerzmittel können die Schmerzen zwar lindern, sind aber tendenziell weniger wirksam bei der Behandlung von Menstruationskrämpfen (12). NSAR werden auch zur Reduzierung starker Blutungen eingesetzt (13).

Manche Menschen entscheiden sich für hormonelle Verhütungsmittel, wie die Pille oder die Hormonspirale, um Menstruationsbeschwerden zu lindern oder zu unterbinden. Die synthetischen Hormone dieser Mittel unterdrücken den Eisprung bzw. verhindern das normale Wachstum und die Ablösung der Gebärmutterschleimhaut. Dadurch werden die damit verbundene Bildung von Prostaglandinen sowie das Auftreten von Muskelkontraktionen und Krämpfen reduziert oder sogar eliminiert (14).

Wärme gegen Menstruationskrämpfe

Über die Wärmflasche deiner Großmutter solltest du nicht lachen. Wärme ist eine einfache, aber bewährte Methode, um Schmerzen bei Menstruationsbeschwerden zu lindern. Außerdem ist sie günstig und hat keine Nebenwirkungen. Wärme hat sich als ebenso wirksam wie Ibuprofen (und andere nicht steoridale Antirheumatika) bei Menstruationsschmerzen erwiesen (15–17).

Wenn du die gleiche Methode nutzen möchtest, die in Studien zum Thema "Wärme zur Krampflinderung" angewendet wird, versuche es mit einer „kontinuierlichen, niedrig-temperierten, topischen Wärmetherapie“ mittels Wärmepflaster/-pad oder Wärmflasche.

Transkutane elektrische Nervenstimulation und Menstruationskrämpfe

Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) ist eine zugelassene Behandlung bei Menstruationsbeschwerden. Mithilfe eines kleinen Geräts wird elektrischer Niederspannungsstrom an die Haut abgegeben, der die Schmerzgrenze des Anwenders anheben und die Freisetzung körpereigener Endorphine anregen soll (5).

TENS kann auch mit anderen Anwendungen wie Wärme oder Medikamenten kombiniert werden.

Ernährung und Menstruationskrämpfe

Je mehr man über den Zusammenhang zwischen Entzündungen und Menstruationskrämpfen erfährt, desto eher kann man Empfehlungen für krampflösende Ernährungsweisen aussprechen. Bislang sind die Daten hierzu jedoch begrenzt, wenn auch vielversprechend, und es gibt keine offizielle klinische Empfehlung.

Eine klinische Studie an 33 Frauen mit Menstruationsbeschwerden ergab, dass die Frauen weniger Schmerzen hatten, wenn sie eine fettarme, vegetarische Ernährung einhielten, als wenn sie eine Placebopille zur Nahrungsergänzung einnahmen (18).

Eine Umfrage unter 127 Studierenden ergab, dass diejenigen, die angaben, 3-4 Portionen Milchprodukte zu konsumieren, weniger Menstruationsbeschwerden hatten, als diejenigen, die überhaupt keine Milchprodukte zu sich nahmen. Dies ist möglicherweise auf die Einnahme von Kalzium und vielleicht auch Vitamin D zurückzuführen; in dem Zusammenhang sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich. Eine Studie zu Vitamin D ergab, dass sehr hohe Dosen erforderlich sind, um eine Wirkung zu erzielen, weswegen einige (aber nicht alle) Ärzte dies als unsicher ansehen würden (19–21).

Magnesiummangel, der mit Angst und Stress in Verbindung stehen soll, wurde ebenfalls mit stärkeren Menstruationskrämpfen in Verbindung gebracht (22).

Nahrungsergänzungsmittel gegen Menstruationskrämpfe

Die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln zur Behandlung von Menstruationskrämpfen ist nicht gut dokumentiert, aber du kannst vielleicht etwas finden, das für dich funktioniert, wenn du offen dafür bist, etwas auszuprobieren. Besprich dich mit einem Ernährungsberater, bevor du ein Nahrungsergänzungsmittel einnimmst. Wie jedes Medikament können sie Nebenwirkungen haben und den Spiegel anderer Nährstoffe im Körper beeinträchtigen.

Hier sind die bewährtesten Nahrungsergänzungsmittel gegen Menstruationsschmerzen:

  • Ingwer kann scheinbar genauso wirksam sein wie gängige Schmerzmittel.  Zwei systematische Übersichtsarbeiten zu Ingwer gegen Regelschmerzen ergaben, dass die Wurzel bei der Schmerzreduktion wahrscheinlich wirksamer ist als ein Placebo (23, 24). Klinische Studien mit mehr als 100 Studierenden mit mäßigen bis starken Menstruationsbeschwerden ergaben, dass die Schmerzen bei Studierenden, die Ingwer zu sich nahmen, ähnlich reduziert waren wie bei Studierenden, die nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Mefenaminsäure einnahmen (25, 26). Eine der Ingwer-Gruppen nahm 250-mg-Kapseln mit Zintona-Ingwerextrakt ab Beginn ihrer Menstruation und dann alle 6 Stunden ein, bis ihre Schmerzen gelindert waren. Die andere Gruppe nahm insgesamt 1000 mg Ingwer-Rhizom-Pulver täglich (verteilt auf 4 x 250 mg) während der ersten drei Tage ihrer Menstruation ein.

  • Magnesium (und Magnesiummangel) kann bei manchen Menschen eine wichtige Rolle bei Dysmenorrhö spielen (27). Eine systematische Übersichtsarbeit mit drei Studien zu Magnesium ergab, dass es bei der Linderung von Menstruationsbeschwerden besser wirkt als ein Placebo und dazu beitragen kann, den Bedarf an Schmerzmitteln zu reduzieren (28). Magnesium hat nur wenige Nebenwirkungen, kann aber zu weichem Stuhl führen, sodass du es vielleicht vorsichtig angehen musst. Die drei Studien verwendeten unterschiedliche Dosierungen von Magnesium, daher solltest du mit deinem Hausarzt / deiner Hausärztin sprechen, um eine Empfehlung zu erhalten. Unsere Mitarbeiterin Lara Briden empfiehlt, mit 300 mg täglich zu beginnen.

  • Eine Zinksupplementierung könnte aus einem ähnlichen Grund wie Magnesium wirksam sein, es sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich (29–32). In einer randomisierten Kontrollstudie mit 120 Frauen waren die Dauer und der Schweregrad von Menstruationskrämpfen bei denjenigen, die Zink einnahmen, im Vergleich zu denjenigen, die ein Placebo einnahmen, signifikant geringer (32).

  • Vitamin B1 hat sich als wirksam bei der Linderung von Menstruationsschmerzen erwiesen. Eine große Studie ergab, dass Personen, die täglich 100 mg einnahmen, weniger Menstruationsbeschwerden hatten als diejenigen, die ein Placebo einnahmen (35).

Andere Nahrungsergänzungsmittel wurden ebenfalls auf eine mögliche Rolle bei der Linderung von Krämpfen untersucht, wie z. B. Vitamin E, Vitamin B6, hohe Dosen von Vitamin D, Mönchspfeffer sowie Fischöl über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten (1, 20, 34). Die bisherigen Ergebnisse sind teilweise vielversprechend, teilweise durchwachsen.

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Stress und Menstruationskrämpfe

Stressabbau kann bei manchen Menschen helfen, Menstruationskrämpfe zu lindern. Vorläufige Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen mit einem hohen Stresslevel mehr als doppelt so häufig über eine schmerzhafte Menstruation berichten (35). Stress während der Follikelphase (dem ersten Teil des Zyklus) kann eher zu einer schmerzhaften Menstruation führen als Stress in der Lutealphase (dem zweiten Teil des Zyklus nach dem Eisprung) (35).

Rauchen und Menstruationskrämpfe

Menschen, die rauchen, haben ein erhöhtes Risiko, unter schmerzhaften Menstruationskrämpfen zu leiden (36). Das Risiko ist umso höher, je länger jemand raucht. Es wurde auch gezeigt, dass Passivrauchen Menstruationskrämpfe verstärkt (37).

Sport und Menstruationskrämpfe

Bewegung kann wahrscheinlich zur Linderung von Krämpfen beitragen, zumindest teilweise, indem durch den Sport die Durchblutung des Bauches gefördert wird. Eine kürzlich durchgeführte Metaanalyse von 11 Studien ergab, dass körperliche Betätigung, einschließlich Aerobic, Dehnungsübungen und Yoga, wahrscheinlich dazu beiträgt, die Intensität von Menstruationsschmerzen zu verringern, und auch deren Dauer verkürzen kann (38). Sport kann auch dabei helfen, Stress abzubauen, der wiederum Schmerzen begünstigen kann. Wenn du Yoga machst, könntest du versuchen, dich auf Posen zu konzentrieren, die den Bauch dehnen und stimulieren, wie die Asanas Kobra, Katze und Fisch (39).

Sex und Menstruationskrämpfe

Es gibt anekdotische Evidenz, dass Sex und Orgasmen bei der Linderung von Menstruationsbeschwerden helfen können.

Probanden der ersten Sexualforscher Masters und Johnson berichteten, dass sie Masturbation nutzten, um ihre Krämpfe zu lindern, und eine Umfrage unter amerikanischen Frauen ergab, dass 1 von 10 das Gleiche tut (40). Wenn Sport und TENS-Geräte zum Teil mittels Freisetzung von Endorphinen und Durchblutungsförderung wirken, ist es plausibel, dass Sex den gleichen Effekt erzielen könnte. Weitere Pluspunkte von Menstruationssex sind die geringere Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft und die natürliche Lubrikation (wenn du vorher keinen Tampon einführst).

Selbstfürsorge und Menstruationskrämpfe

Über die eigenen Krämpfe mit einem Elternteil, einem Freund oder mit Ärzt:innen zu sprechen, scheint Menschen sehr zu helfen. Andere Strategien, die Betroffene für die Selbstfürsorge anwenden, sind das Liegenbleiben im Bett, Fernsehen und andere Ablenkungen wie spezielle Nahrungsmittel, Getränke und Bewegung (41). Eine Bauch- oder Rückenmassage mit einem gut riechenden Öl (vielleicht Lavendel?) durch einen Vertrauten oder Partner kann ebenfalls hilfreich sein, wenn nicht sogar richtig schön (42).

Welche Art von Menstruationsschmerz ist „normal“? Wann sollte ich wegen meiner Krämpfe einen Arzt / eine Ärztin aufsuchen?

Wenn deine Krämpfe so stark sind, dass sie nicht durch ein typisches Schmerzmittel gelindert werden, und wenn sie deine Fähigkeit, zu arbeiten, zu studieren oder andere alltägliche Aktivitäten zu verrichten, beeinträchtigen, ist es am besten, mit einem Arzt oder einer Ärztin zu sprechen. Du solltest auch medizinisches Fachpersonal aufsuchen, wenn deine Krämpfe plötzlich oder ungewöhnlich stark auftreten oder länger als ein paar Tage andauern.

Starke Menstruationskrämpfe oder chronische Beckenschmerzen können ein Symptom für eine Erkrankung wie Endometriose oder Adenomyose sein. Die Schmerzen, die Menschen mit Endometriose erleben, unterscheiden sich von normalen Menstruationskrämpfen. Über deine Schmerzen zu sprechen, kann schwierig sein, hilft dir aber, dich gehört zu fühlen und die Behandlung zu erhalten, die du brauchst.

Wenn du die Schmerzen über mehrere Zyklen hinweg in Clue trackst, kannst du feststellen, welche Symptome zu bestimmten Zeiten wiederkehren.

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 19. März 2018 veröffentlicht.

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