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Illustration by Marta Pucci

Ein Leitfaden für Safer Gelegenheitssex

Gelegenheitssex. One-Night-Stands. Einfach mal Spaß haben. Wie auch immer du es nennen möchtest: Sex zwischen Leuten, die nicht in einer festen Beziehung sind, kann eine natürliche und gesunde Art sein, seine Sexualität auszuleben. Aber wie bei jeder Art von sexuellen Aktivitäten ist es wichtig, auf deine körperliche und emotionale Gesundheit zu achten. Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit du beim Gelegenheitssex auf der sicheren Seite bist.

1. Entscheide dich für Safer Sex – nicht nur „sicheren” Sex

Eine sexuell übertragbare Infektion (STI) ist eine Infektion, die durch Bakterien, Viren oder Parasiten verursacht wird und während sexueller Aktivitäten zwischen Partnern übertragen werden kann.

Die Wahrheit ist, dass keine Form von Sex, an der eine andere Person beteiligt ist, zu 100 % sicher ist, auch nicht Sex ohne Penetration (1).

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Auch wenn du das Risiko, dich mit einer STI anzustecken, nicht komplett ausschließen kannst, kannst du es durch „Safer Sex” mit Barrieremethoden (wie Kondomen, Handschuhen und Dental Dams) deutlich senken (2).

2. Nutze eine Barrieremethode

Es gibt zwar viele Verhütungsmethoden, um das Risiko einer Schwangerschaft zu verringern, aber Barrieremethoden sind die einzigen, die auch das Risiko für STIs senken (3).

Zu den Barrieremethoden gehören:

  • Externe Kondome (manchmal auch als „männliche Kondome” bezeichnet)

  • Interne Kondome (manchmal auch als „weibliche” Kondome bezeichnet)

  • Latex- oder Nitrilhandschuhe

  • Dental Dams

Interne und externe Kondome bilden eine physische Barriere, die verhindert, dass die Genitalien und Körperflüssigkeiten eines Partners mit dem Körper des anderen Partners in Kontakt kommen (4).

Es ist besonders wichtig, eine Barrieremethode zu verwenden, um sich selbst und den Partner vor sexuell übertragbaren Infektionen zu schützen, wenn einer von beiden sich über seinen STI-Status nicht sicher ist oder wenn einer oder beide Partner auch Sex mit anderen Personen haben (1,3).

3. Sei vorbereitet

Wenn du mit einem neuen Partner Sex hast, musst du Barrieremethoden konsequent und richtig anwenden, um dich bestmöglich vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen – daher ist es ratsam, immer welche dabei zu haben (4).

4. Geh regelmäßig zu sexuellen Gesundheits-Check-ups – mindestens einmal im Jahr

Barrieremethoden bieten zwar Schutz vor den meisten STIs, aber nur begrenzten Schutz vor STIs, die durch Hautkontakt übertragen werden, wie z. B. das Herpesvirus und das humane Papillomavirus (HPV). Das liegt daran, dass das Kondom (oder der Handschuh oder der Dental Dam) möglicherweise nicht die gesamte infizierte Haut vollständig bedeckt (4).

Das ist ein Grund, warum regelmäßige Check-ups und STI-Untersuchungen wichtig sind – lass dich möglichst jedes Jahr auf Gonorrhö oder Chlamydien testen (5). Ein weiterer Grund für die Untersuchung ist, dass man eine STI haben kann, ohne Symptome zu bemerken. STIs ohne erkennbare Symptome können trotzdem auf Sexualpartner übertragen werden und, wenn sie unbehandelt bleiben, ein langfristiges Risiko für deine Gesundheit und Fruchtbarkeit darstellen.

STIs, die bei Frauen und Menschen mit Zyklen oft ohne Symptome verlaufen:

Wenn du eine medizinische Fachkraft aufsuchst und dich testen lässt, kannst du Probleme schnell erkennen und bei Bedarf eine geeignete Behandlung bekommen.

5. Lass dich gegen Hepatitis A, Hepatitis B und HPV impfen

Es gibt Impfungen zum Schutz vor Hepatitis A, Hepatitis B und HPV (6). Hepatitis A und Hepatitis B sind Virusinfektionen der Leber, die durch sexuelle Aktivitäten übertragen werden können. Die CDC empfiehlt, dass alle Säuglinge (7) sowie Menschen mit bestimmten Risikofaktoren gegen Hepatitis A und Hepatitis B geimpft werden (6).

HPV ist die weltweit häufigste STI und betrifft jedes Jahr mehr als 290 Millionen Menschen (8). Es gibt viele HPV-Stämme, und einige davon können Genitalwarzen verursachen oder zu Krebs führen. In den USA gibt es einen Impfstoff, der vor neun schädlichen HPV-Stämmen schützt. Am besten sollte dieser Impfstoff Jugendlichen im Alter von 11 bis 12 Jahren verabreicht werden, aber er kann auch Erwachsenen, die ihn noch nicht bekommen haben, oder Leuten mit bestimmten Risikofaktoren gegeben werden (9,10).

6. Sprich mit der Person, mit der du Sex hast

Man kann nicht allein durch Anschauen einer Person (oder sogar nur durch Anschauen ihrer Genitalien) erkennen, ob sie eine sexuell übertragbare Infektion hat. Tatsächlich ist es möglich, eine sexuell übertragbare Infektion zu haben, ohne Symptome zu zeigen. Sei dirbewusst, dass du oder die Person, mit der du Sex hast, eine sexuell übertragbare Infektion haben und weitergeben könntet – ohne es zu wissen (4).

Deshalb ist Kommunikation der Schlüssel zu sicherem Sex. Wenn du vorhast, mit jemandem Sex zu haben (auch wenn es nur einmal ist), ist es wichtig, ein Gespräch über eure sexuelle Gesundheit zu führen. Das mag unsexy oder peinlich erscheinen, muss aber nicht unangenehm sein.

Eine Möglichkeit ist, das Gespräch zu beginnen, indem du deine eigene sexuelle Gesundheitsgeschichte erzählst, was dazu beitragen kann, dass sich dein Gegenüber wohl genug fühlt, um seine oder ihre Details zu teilen. Dies ist auch ein guter Zeitpunkt, um Erwartungen hinsichtlich der Verwendung von Verhütungsmitteln zu formulieren.

Fragen zur sexuellen Gesundheit an die Person, mit der du Sex hast:

  • Hattest du schon einmal eine sexuell übertragbare Krankheit? Wenn ja, welche? Hast du dich behandeln lassen?

  • Wann hast du dich zuletzt auf STIs testen lassen?

  • Benutzt du normalerweise ein Kondom beim Sex?

  • Hast du jemals Nadeln mit jemandem geteilt, um dich tätowieren oder piercen zu lassen oder Drogen zu spritzen?

  • Hast du (ungeschützten) Sex mit jemand anderem?

  • Hat einer deiner anderen aktuellen Partner eine sexuell übertragbare Krankheit?

Tipp: Normalerweise ist es einfacher, dieses Gespräch zu führen, bevor es heiß hergeht.

7. Hab einen Plan B für Verhütung und STI-Exposition

In einer perfekten Welt des Gelegenheitssex würden wir alle jedes Mal korrekt und konsequent eine Barrieremethode anwenden. Aber Sex läuft nicht immer genau wie geplant – manchmal reißt das Kondom, manchmal vergessen Menschen ganz, ein Kondom zu benutzen. Es ist eine gute Idee, im Voraus einen Plan B zu erstellen, damit du weißt, was zu tun ist, wenn etwas schiefgeht.

Wenn eine Schwangerschaft für dich in Frage kommt und du nicht schwanger werden möchtest, sollte dein Notfallplan Notfallverhütung beinhalten. Die am häufigsten verwendete Option ist die Notfallverhütungspille, die je nach Dosierung und Wirkstoff entweder bis zu 72 Stunden oder bis zu 120 Stunden nach ungeschütztem Sex eingenommen werden kann (12). Diese Option ist auch als „Pille danach” bekannt.

Das Kupfer-Intrauterinpessar oder Kupfer-IUP kann auch als Notfallverhütungsmittel verwendet werden. Diese Option hat sich als hochwirksame Form der Notfallverhütung erwiesen und kann langfristig als Verhütungsmittel eingesetzt werden (13). Der Nachteil ist, dass das IUP von einer medizinischen Fachkraft eingesetzt werden muss, sodass diese Option möglicherweise nicht für alle leicht zugänglich ist.

Die Postexpositionsprophylaxe (PEP) ist die Einnahme von Medikamenten, um eine HIV-Infektion nach einer möglichen Exposition gegenüber dem Virus (z. B. ungeschützter Sex mit einer HIV-positiven Person) zu verhindern. Die PEP muss innerhalb von 72 Stunden nach der möglichen Exposition begonnen werden, erfordert ein Rezept von einem Arzt und muss 28 Tage lang eingenommen werden. Die PEP ist zwar wirksam bei der HIV-Prävention, aber nicht zu 100 % sicher. Sie sollte daher nur in Notfällen angewendet werden und nicht anstelle einer Barrieremethode (14).

Eine medizinische Fachkraft kann dir dabei helfen, zu entscheiden, ob PEP für dich geeignet ist. Wenn du vorhast, Sex mit einer HIV-positiven Person zu haben, solltest du die Einnahme von Präexpositionsprophylaxe (PrEP) in Betracht ziehen, die täglich eingenommen werden kann, um das Risiko einer HIV-Infektion im Falle einer Exposition zu verringern (14).

8. Achte auf deine Gefühle und deinen psychischen Zustand

Zu guter Letzt solltest du dir bewusst sein, dass die Pflege deiner emotionalen Gesundheit genauso wichtig ist wie deine körperliche Gesundheit. Unverbindlicher Sex kann eine gute Möglichkeit sein, mehr über deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu erfahren. Manche Menschen finden Gefallen an dieser Form des sexuellen Ausdrucks, andere hingegen nicht.

Denke daran, vor, während und nach dem Sex in dich hineinzuhören. Stelle sicher, dass du Entscheidungen triffst, die für dich richtig sind – Entscheidungen, die einvernehmlich getroffen werden und dir ein Gefühl von Selbstvertrauen, Glück und Erfüllung geben.

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