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A woman lying in bed holding stomach in pain

Fotografie via Envato

Lesezeit: 12 min

Adenomyose: Behandlung, Symptome und Unterstützung

Das Wichtigste zum Thema:

  • Eine Adenomyose tritt auf, wenn Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, in die Muskelwand des Uterus hineinwächst

  • Die häufigsten Symptome sind schmerzhafte Perioden, starke oder anhaltende Blutungen sowie Unterleibsschmerzen

  • Nicht jede Frau hat Symptome; manche entdecken die Erkrankung erst bei der Abklärung von Fruchtbarkeitsproblemen

  • Wenn du deine Schmerzen in der Clue-App trackst und diese Daten deinem Arzt oder deiner Ärztin vorlegst, kann das helfen, ein Gespräch über Adenomyose anzustoßen

Was ist eine Adenomyose?

Adenomyose tritt auf, wenn Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut (dem Endometrium) ähnelt, in die Muskelwand des Uterus (das Myometrium) hineinwächst (1,2).

Dieses Gewebe reagiert weiterhin auf hormonelle Veränderungen im Laufe des Menstruationszyklus. Es kann sich verdicken, abbauen oder bluten, doch da es in der Gebärmuttermuskulatur eingeschlossen ist und keinen Ausweg hat, kann es zu Entzündungen, Schmerzen und einer Vergrößerung der Gebärmutter führen (1,3,4).

Eine Adenomyose kann die gesamte Gebärmutterwand betreffen (diffuse Adenomyose) oder in begrenzten Bereichen auftreten (fokale Adenomyose, auch Adenomyome genannt). Es handelt sich um eine gutartige Erkrankung, das heißt, sie ist nicht krebsartig (1,2).

Eine Adenomyose könnte häufiger vorkommen, als aktuelle Schätzungen vermuten lassen, da viele Betroffene keine Symptome haben und die Erkrankung oft mit Endometriose oder Myomen verwechselt wird. Bei Menschen mit gynäkologischen Symptomen kann bis zu jede zweite Person von einer Adenomyose betroffen sein (5).

Am häufigsten wird sie bei Menschen in den Dreißigern und Vierzigern diagnostiziert, obwohl auch jüngere Menschen betroffen sein können (6–8). Die Symptome bessern sich typischerweise nach der Menopause, wenn der Östrogenspiegel sinkt (7).

Was sind die Symptome einer Adenomyose?

Etwa jede dritte Person mit Adenomyose hat keine Symptome (9). Bei anderen reichen die Symptome von leicht bis schwer und können das tägliche Leben, die Arbeit, Beziehungen und das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen.

Zu den häufigsten Symptomen gehören (2):

  • Schmerzhafte Perioden

  • Starke Perioden

  • Chronische Unterleibsschmerzen

  • Schmerzen beim Sex

  • Eine vergrößerte Gebärmutter

  • Müdigkeit aufgrund starker Blutungen

Die Symptome treten oft erst in den späteren reproduktiven Jahren deutlicher zutage und können sich nach der Menopause bessern (9,10).

Wenn die Symptome dein tägliches Leben beeinträchtigen, lohnt es sich, mit einer medizinischen Fachkraft zu sprechen. Starke Schmerzen und starke Blutungen sind häufige Symptome der Adenomyose, aber du musst dich nicht einfach damit abfinden.

Schmerzhafte Perioden und Krämpfe

Schmerzhafte Perioden (Dysmenorrhö) sind eines der häufigsten Symptome der Adenomyose (11). Die Schmerzen sind typischerweise im Unterbauch und im Beckenbereich zu spüren und können in den unteren Rücken und die Innenseiten der Oberschenkel ausstrahlen (12). Sie können bereits vor der Periode beginnen und auch nach Ende der Blutung anhalten.

Bei manchen Menschen können die Schmerzen sehr stark sein und sprechen möglicherweise nicht gut auf gängige Schmerzmittel an, darunter nichtsteroidale Entzündungshemmer wie Ibuprofen (13). Starke Schmerzen können auch von Symptomen wie Übelkeit, Schwindel oder Müdigkeit begleitet werden.

Im Gegensatz zu „typischen“ Krämpfe können die Schmerzen bei einer Adenomyose mit der Zeit stärker werden, insbesondere in den späteren reproduktiven Jahren (10).

Wenn Menstruationsbeschmerzen dein tägliches Leben beeinträchtigen, lohnt es sich, mit einer medizinischen Fachkraft darüber zu sprechen. Schmerzhafte Perioden sind zwar häufig, aber starke Schmerzen musst du nicht einfach hinnehmen.

Starke Perioden und abnormale Gebärmutterblutungen

Starke Perioden sind eines der häufigsten Symptome der Adenomyose (11,14). Es handelt sich dabei um eine Form der abnormalen Gebärmutterblutung – ein Oberbegriff für Veränderungen der Bllutung, die als außerhalb des typischen Bereichs liegend gelten.

Anzeichen für starke Perioden können sein (15,16):

  • Alle 1–2 Stunden ist eine Binde oder ein Tampon komplett durchnässt

  • Ausstoß großer Blutgerinnsel

  • Blutungen, die länger als 8 Tage andauern

  • Die Notwendigkeit, Menstruationsprodukte während der Nacht zu wechseln

Adenomyose gilt als strukturelle Ursache für abnormale Gebärmutterblutungen (17). Manche Betroffene erleben auch unvorhersehbare Blutungen zwischen den Perioden oder sehr häufige Zyklen (17).

Mit der Zeit kann starker Blutverlust zu Eisenmangel oder Anämie führen, was Symptome wie Müdigkeit, Atemnot und Schwindel verursachen kann (18). Wenn du diese Symptome bemerkst, solltest du sie mit deiner Ärzt:in besprechen.

Wenn du deine Blutungsmuster über mehrere Zyklen hinweg in der Clue-App trackst, kannst du Veränderungen erkennen, die sonst vielleicht schwer zu bemerken wären.

Chronische Unterleibsschmerzen und Druckgefühl

Unterleibsschmerzen gelten als chronisch, wenn sie länger als sechs Monate andauern und auch außerhalb der Periode auftreten (2,19). Menschen mit Adenomyose beschreiben oft einen dumpfen Schmerz, ein Schweregefühl oder ein Völlegefühl im Beckenbereich (19). Bei manchen kann dies die täglichen Aktivitäten, die Bewegungsfreiheit, den Schlaf und die Intimität beeinträchtigen (6).

Das Erfassen der Schmerzen und ihrer Intensität in der Clue-App kann helfen, zyklische von chronischen Schmerzen zu unterscheiden. Diese Unterscheidung kann sowohl für die Diagnose als auch für die Behandlung nützlich sein.

Schmerzen beim Sex

Eine Adenomyose kann während oder nach penetrativem Sex zu Unterleibsschmerzen führen (Dyspareunie) (3). Diese Schmerzen können sich scharf, stechend oder drückend anfühlen. Sie werden oft im Unterbauch oder im Bereich des Gebärmutterhalses empfunden und können im Laufe des Zyklus variieren (20).

Schmerzen beim Sex können die Intimität beeinträchtigen und sich auf Beziehungen und das Selbstwertgefühl auswirken (21).

Schmerzen beim Sex sind zudem ein häufiges und berechtigtes Symptom, das du mit einer medizinischen Fachkraft besprechen solltest. Wenn du dich dabei wohlfühlst, erwähne ruhig, wann die Schmerzen auftreten, wo du sie spürst und ob sie sich im Laufe deines Zyklus verändern.

Vergrößerte Gebärmutter und andere körperliche Symptome

Adenomyose kann dazu führen, dass sich die Gebärmuttermuskelwand vergrößert, manchmal bis auf die Größe einer Schwangerschaft in der 12. Woche (4). Dies kann zu einer sichtbaren Schwellung im Unterbauch, Druck- oder Völlegefühl sowie manchmal zu häufigerem Harndrang oder Verstopfung führen (22,23).

Bildgebende Verfahren (wie eine transvaginale Ultraschalluntersuchung oder ein MRT) können helfen, die Ursache zu bestätigen, da Myome ähnliche Befunde hervorrufen können (11).

Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und andere Symptome

Starke Perioden können zu Eisenmangel oder Anämie führen, was anhaltende Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Atemnot verursachen kann (17).

Schmerzen können zudem den Schlaf stören, was zu Reizbarkeit und schlechter Laune beitragen kann (24).

Auch Übelkeit, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen rund um die Periode werden berichtet (25). All diese Symptome solltest du bei Arztterminen ansprechen, nicht nur Schmerzen und Blutungen.

Was verursacht Adenomyose?

Die genaue Ursache der Adenomyose ist noch nicht vollständig geklärt, und die Forschung dazu läuft weiter (7).

Mehrere Theorien könnten helfen zu erklären, wie sich eine Adenomyose entwickelt. Zwei der am weitesten verbreiteten sind:

  • Eindringen von Endometriumgewebe in die Gebärmuttermuskulatur: Gewebe aus dem Endometrium dringt in die Gebärmuttermuskulatur ein. Faktoren wie frühere Gebärmutteroperationen, Schwangerschaften und Geburten können die Wahrscheinlichkeit dafür erhöhen (26).

  • Fehlplatzierte Stammzellen: Stammzellen, die bereits seit der frühen Entwicklung in der Gebärmutter vorhanden sind, können sich später innerhalb der Gebärmuttermuskulatur in endometriumähnliches Gewebe verwandeln (26).

Östrogen scheint eine wichtige Rolle beim Wachstum der Adenomyose zu spielen. Das könnte erklären, warum sich die Symptome oft nach den Wechseljahren bessern, wenn der Östrogenspiegel auf natürliche Weise sinkt (8,9).

Obwohl bestimmte Faktoren mit einer Adenomyose in Verbindung stehen, bedeutet das Vorliegen von Risikofaktoren nicht zwangsläufig, dass jemand diese Erkrankung entwickelt. Viele Menschen, bei denen eine Adenomyose diagnostiziert wird, weisen keine bekannten Risikofaktoren auf.

Wie wird eine Adenomyose diagnostiziert?

Die Diagnose kann einige Zeit in Anspruch nehmen, da sich die Symptome mit denen anderer Erkrankungen überschneiden, darunter Endometriose und Myome. Heutzutage können die meisten Fälle dank bildgebender Verfahren ohne Operation erkannt werden (3).

Die Diagnose umfasst in der Regel:

  • Deine Anamnese

Ein Arzt wird dich zunächst zu deinen Beschwerden befragen, darunter Krämpfe, Blutungsmuster, Unterleibsschmerzen, frühere Schwangerschaften und eventuelle Gebärmutteroperationen in der Vergangenheit (3,26).

  • Gynäkologische Untersuchung

Bei einer körperlichen Untersuchung stellt der Arzt möglicherweise fest, dass sich die Gebärmutter vergrößert oder druckempfindlich anfühlt. Ärzte beschreiben dies manchmal als „schwammige“ Gebärmutter, was im Grunde bedeutet, dass sich die Gebärmutterwände weicher und dicker als gewöhnlich anfühlen (27).

  • Transvaginaler Ultraschall

Ein transvaginaler Ultraschall ist in der Regel die erste bildgebende Untersuchung, die bei Verdacht auf Adenomyose durchgeführt wird. Damit können Ärzte die Struktur der Gebärmutter beurteilen und nach charakteristischen Anzeichen der Erkrankung suchen (3,26,28).

  • MRT

Wenn die Ultraschallbefunde unklar sind, kann eine MRT empfohlen werden. Sie kann helfen, eine Adenomyose zu bestätigen und sie von anderen Erkrankungen zu unterscheiden, darunter Myome und einige Formen der Endometriose (1).

Gibt es einen Test für Adenomyose?

Es gibt keinen einzelnen Test, mit dem sich eine Adenomyose diagnostizieren lässt. Stattdessen basiert die Diagnose auf einer Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und bildgebenden Verfahren (1). Da die Diagnose oft auf der Anamnese beruht, kann das Führen eines Tagebuchs über Schmerzen, Blutungen und andere Symptome hilfreich sein, um das Gespräch mit dem Arzt zu unterstützen.

Adenomyose vs. Endometriose: Was ist der Unterschied?

Adenomyose und Endometriose sind ähnlich, aber der Hauptunterschied liegt darin, wo das Gewebe wächst. Bei der Endometriose wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter (zum Beispiel an den Eierstöcken oder den Eileitern) (5).

Bei der Adenomyose wächst es innerhalb der Gebärmuttermuskelwand (1).

Beide Erkrankungen können Folgendes verursachen (5):

  • Schmerzhafte Perioden

  • Chronische Unterleibsschmerzen

  • Schmerzen beim Sex

Wichtige Unterschiede (29,30):

  • Adenomyose geht häufiger mit einer vergrößerten Gebärmutter und sehr starken Blutungen einher

  • Endometriose steht häufiger im Zusammenhang mit Schmerzen beim Stuhlgang, Schmerzen rund um den Eisprung und Unfruchtbarkeit ohne starke Blutungen

Viele Menschen leiden gleichzeitig an beiden Erkrankungen, obwohl Endometriose insgesamt als häufiger angesehen wird (5). Um sie voneinander zu unterscheiden, sind möglicherweise bildgebende Verfahren oder eine Laparoskopie erforderlich, und die Behandlungsansätze können sich überschneiden (1,31).

Wie wird Adenomyose behandelt?

Es gibt keine Heilung für Adenomyose, aber viele Menschen finden mit dem richtigen Behandlungsplan eine deutliche Linderung. Behandlungsentscheidungen hängen vom Schweregrad der Symptome, vom Alter und von den reproduktiven Zielen ab und sollten immer in Absprache mit einer medizinischen Fachkraft getroffen werden.

Du kennst deinen eigenen Körper am besten.

Deine Symptome in Clue vor und nach Beginn einer neuen Behandlung zu tracken, ist eine tolle Möglichkeit, um zu erkennen, was tatsächlich wirkt und was nicht.

Schmerzlinderung und nicht-hormonelle Optionen

Entzündungshemmer (wie Ibuprofen) wirken am besten, wenn man 1–2 Tage vor Beginn der Periode mit der Einnahme beginnt (32). Wenn sie nicht genug Linderung bieten, um einen normalen Tag zu bewältigen, ist das ein Zeichen dafür, mit einer medizinischen Fachkraft zu sprechen. Du musst dich nicht einfach „durchbeißen“.

Tranexamsäure ist eine Option für diejenigen, die keine hormonellen Therapien anwenden können oder wollen. Sie wird während der Periode eingenommen und hilft, den gesamten Blutverlust zu verringern (13).

Unterstützende Maßnahmen wie Wärmepflaster, sanfte Bewegung und Beckenbodenphysiotherapie können ebenfalls helfen (33).

Hormonelle Behandlungen

Die meisten Erstlinienbehandlungen zielen darauf ab, Östrogen und Progesteron zu senken oder zu stabilisieren, was dazu beiträgt, Blutungen und Schmerzen zu lindern (3).

Zu den gängigen Optionen gehören (3,13,17):

  • Kombinierte hormonelle Verhütungsmittel (wie die Pille, das Pflaster oder der Ring)

  • Progestin-only-Pillen oder Injektionen

  • Hormonelle Spiralen, die zu den wirksamsten Optionen zählen

  • GnRH-Analoga, die in der Regel als Zweitlinienbehandlungen eingesetzt werden

Die richtige Wahl hängt von den Symptomen, der Krankengeschichte und den Familienplanungswünschen ab.

Verfahren und Operationen

Wenn andere Behandlungen nicht ausreichend geholfen haben, kann ein Facharzt verfahrenstechnische oder chirurgische Optionen besprechen, wie zum Beispiel:

  • Gebärmuttererhaltende Eingriffe (wie die Adenomyomektomie) können für Frauen geeignet sein, die sich in Zukunft ein Kind wünschen, sind jedoch nicht ohne Risiken (3).

  • Die Embolisation der Gebärmutterarterien, bei der die Blutversorgung der Adenomyome unterbunden wird. Studien haben gezeigt, dass sie schmerzhafte und starke Perioden lindern kann (3).

  • Eine Hysterektomie (chirurgische Entfernung der Gebärmutter) gilt als die definitive Behandlung bei Adenomyose, ist jedoch nur für diejenigen geeignet, die in Zukunft keine Schwangerschaft mehr planen (34). Es ist immer sinnvoll, eine Zweitmeinung einzuholen, wenn du diese Option in Betracht ziehst.

Wann du einen Arzt aufsuchen solltest

Wende dich an einen Arzt, wenn du eines der folgenden Symptome hast (22):

  • Krämpfe oder Unterleibsschmerzen, die dich bei der Arbeit, in der Schule, bei alltäglichen Aktivitäten oder in der Intimität beeinträchtigen

  • Starke Perioden, einschließlich des Durchfeuchtens von Binden alle 1–2 Stunden, des Ausscheidens großer Blutgerinnsel oder einer Blutung, die länger als 8 Tage andauert

  • Unterleibsschmerzen, die länger als sechs Monate andauern, einschließlich Schmerzen außerhalb der Periode

  • Schmerzen beim Sex

  • Müdigkeit, Schwindel oder Atemnot

Suche dringend ärztliche Hilfe auf, wenn du plötzliche, starke Unterleibsschmerzen, Ohnmacht oder Blutungen hast, die mehrere Stunden hintereinander stündlich die Binde durchnässen (22).

Jede, der gesagt wird, ihre Schmerzen seien „einfach Teil des Frau-Seins“, verdient eine zweite Meinung. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Symptome abgetan werden, kann das Führen eines Tagebuchs über Schmerzen, Blutungen und andere Symptome helfen, Gespräche mit Ärzten und Spezialisten zu untermauern.

FAQs

Beeinträchtigt Adenomyose die Fruchtbarkeit?

Adenomyose kann eine Schwangerschaft erschweren, auch wenn die Gründe dafür noch nicht vollständig geklärt sind (3). Sie kann die Funktion der Gebärmutterschleimhaut beeinträchtigen, die Einnistung des Embryos stören oder das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen (4,8).

Viele Menschen mit Adenomyose werden schwanger, mit oder ohne Fruchtbarkeitsbehandlung. Wer sich Sorgen um seine Fruchtbarkeit macht, sollte mit einem Gynäkologen oder Reproduktionsmediziner sprechen.

Wie kann sich Adenomyose auf die psychische Gesundheit auswirken?

Das Leben mit chronischen Schmerzen, starken Perioden und einer Erkrankung, die oft missverstanden oder abgetan wird, kann die psychische Gesundheit stark belasten. Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen mit Adenomyose häufiger unter Angstzuständen und Depressionen leiden als Menschen ohne diese Erkrankung und solche mit Myomen (8,35).

Diese Auswirkungen sind kein Zeichen von Schwäche. Chronische Schmerzen und starke Blutungen können den Schlaf, Beziehungen, die Arbeit und alltägliche Aktivitäten beeinträchtigen – all das kann sich wiederum auf das emotionale Wohlbefinden auswirken. Kognitive Verhaltenstherapie (KVT), Achtsamkeit und Meditation – für alle diese Methoden gibt es Belege, die ihren Einsatz bei der Bewältigung chronischer Schmerzen stützen (5,37).

Die psychische Gesundheit verdient dieselbe Aufmerksamkeit wie die körperliche Gesundheit.

Wie behandelt man Adenomyose ohne Operation?

Entzündungshemmer, Tranexamsäure und hormonelle Optionen (wie die Kombinationspille oder eine hormonelle Spirale) können Schmerzen und Blutungen deutlich lindern. Unterstützende Maßnahmen wie Wärmetherapie und Beckenbodenphysiotherapie können ebenfalls helfen (3,13,17,33). Der richtige Behandlungsplan hängt von den Symptomen und den reproduktiven Zielen ab und sollte in Absprache mit einer medizinischen Fachkraft entwickelt werden.

Wie sieht ein „Adenomyose-Bauch“ aus?

Manche Menschen bemerken eine sichtbare Schwellung im Unterbauch, die manchmal als „Adenomyose-Bauch“ bezeichnet wird. Diese kann durch eine vergrößerte Gebärmutter verursacht werden, die manchmal die Größe einer Schwangerschaft in der 12. Woche erreichen kann. Der Bauch kann aufgebläht oder geschwollen wirken und sich fest oder empfindlich anfühlen. Das Erscheinungsbild variiert von Person zu Person und hängt vom Grad der Gebärmuttervergrößerung ab (4,25).

eine Illustration der Clue-Blume
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