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A birth control pack

Foto von Franz Grünewald, Art Direction von Marta Pucci

Lesezeit: 6 min

Was du über Hormone wissen solltest

Östrogen, Progesteron und mehr

Das Wichtigste zum Thema:

  • Hormone sagen deinem Körper, wie er atmen, wachsen, trinken und essen soll

  • Wenn du einen Menstruationszyklus hast, verändern sich deine Fortpflanzungshormone während des gesamten Zyklus ständig – es sei denn, du nimmst bestimmte hormonelle Verhütungsmittel ein

  • Ein hormonelles Ungleichgewicht kann durch Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und PCOS verursacht werden

Was sind Hormone?

Hormone sind Moleküle, die vom endokrinen System produziert werden und Signale an verschiedene Teile des Körpers senden. Sie helfen dabei, Körperprozesse wie Hunger, Blutdruck und sexuelles Verlangen zu regulieren. Hormone sind zwar für die Fortpflanzung unerlässlich, aber sie sind grundlegend für alle Systeme deines Körpers.

Hormone werden von Drüsen in deinem endokrinen System ausgeschüttet. Sie sagen deinem Körper, wie er atmen und wie er Energie verbrauchen soll.

Hormone zirkulieren durch den ganzen Körper, wirken aber nur auf bestimmte Zellen, die darauf ausgelegt sind, ihre Botschaften zu empfangen. Hormone und Hormonrezeptoren arbeiten zusammen wie ein Schloss und ein Schlüssel (1).

Was bewirken Hormone in meinem Körper?

In jedem Körper finden den ganzen Tag über ständig hormonelle Schwankungen statt.

Wenn du eine Mahlzeit zu dir nimmst, produziert die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin, um den Blutzucker zu regulieren. Wenn du eine Vollbremsung machst, um einen Autounfall zu vermeiden, schütten deine Nebennieren das Hormon Adrenalin (Epinephrin) aus, damit du schnell reagieren kannst. Deine Zirbeldrüse produziert das Hormon Melatonin, damit du nachts erholsam schlafen kannst (1).

Wenn Hormone nicht richtig im Gleichgewicht sind, kann eine endokrine Störung die Ursache sein. Zu viel von einem Hormon (auch als Hyperfunktion bezeichnet) oder zu wenig von einem Hormon (als Hypofunktion bezeichnet) kann Probleme verursachen.

Hormonelles Ungleichgewicht

Ein hormonelles Ungleichgewicht kann durch gesundheitliche Probleme verursacht werden. Dazu gehören unter anderem: Klein, aber oho – unser Körper ist auf Hormone angewiesen, um zu funktionieren. Manche Menschen reagieren empfindlicher auf Hormone als andere. Das könnte erklären, warum manche Menschen unter dem prämenstruellen Syndrom (4) oder einer postpartalen Depression (5) leiden, während andere von den hormonellen Veränderungen der Periode und Schwangerschaft überhaupt nicht beeinträchtigt werden.

Welche Hormone sind für was zuständig?

Jede hormonproduzierende Drüse im Körper stellt ein Hormon mit einer ganz bestimmten Aufgabe her (6).

  • Hypothalamus: reguliert Körpertemperatur, Hunger, Stimmung, Durst, Schlaf und Libido

  • Hypophyse: ist die „Zauberer von Oz“-Drüse, die hinter den Kulissen andere Drüsen steuert.

  • Nebenschilddrüse: reguliert den Kalziumhaushalt.

  • Bauchspeicheldrüse: produziert Insulin, um Nahrung als Energie zu verwerten.

  • Schilddrüse: reguliert den Herzschlag und den Kalorienverbrauch.

  • Nebennieren: produzieren Stresshormone.

  • Zirbeldrüse: produziert Melatonin, um die innere Uhr zu regulieren.

  • Eierstöcke: scheiden Sexualhormone für den Fortpflanzungszyklus aus.

  • Hoden: produzieren Testosteron und Spermien (7).

Wie wirken sich Hormone auf Sex und Fortpflanzung aus?

Fortpflanzungshormone werden von den Eierstöcken und den Hoden gebildet. Die Eierstöcke produzieren Östrogen, Progesteron und Androgene, während die Hoden Androgene wie Testosteron produzieren (9).

Die Pubertät, die Entwicklung der Brüste, die Fähigkeit, schwanger zu werden oder Spermien zu produzieren, sowie das Wachstum der Körperbehaarung werden alle von Fortpflanzungshormonen beeinflusst. Die Spiegel dieser Hormone schwanken im Laufe des Lebens und nehmen im Allgemeinen mit zunehmendem Alter ab (10).

Bei Frauen und Menschen mit Zyklen verändern sich diese Hormone während der fruchtbaren Jahre im Laufe des Menstruationszyklus, es sei denn, du führst dem Körper durch hormonelle Verhütungsmittel Hormone zu.

Die Schwangerschaft ist die Zeit der dramatischsten hormonellen Umstellung. Der Körper bildet sogar ein neues Organ namens Plazenta, das Progesteron ausschüttet (8).

Was du über Fortpflanzungshormone wissen musst

Der Menstruationszyklus ist mehr als nur deine Periode – er ist ein komplexes Auf und Ab von Hormonen, die dein Fortpflanzungssystem funktionieren lassen. Ohne Hormone würden deine Fortpflanzungsorgane stillstehen. Du könntest nicht schwanger werden und hättest möglicherweise kein Verlangen nach Sex.

Die Sexualhormone Östrogen und Testosteron sind zwar sehr wirksam, benötigen aber die Hilfe eines Proteins namens Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG), um richtig zu funktionieren. SHBG ist wie ein Begleiter, der ein bestimmtes Sexualhormon bindet, es aus dem direkten Kreislauf im Körper entfernt und es zum benötigten Gewebe transportiert (11).

(Mehr über SHBG und seine Wirkung auf deinen Körper erfährst du ausführlich in diesem Artikel.)

Zu den Fortpflanzungshormonen gehören:

Androgene

Androgene werden aus Cholesterin gebildet und in der Nebenniere sowie in den Eierstöcken produziert (9, 11). Frauen und Menschen mit Zyklus, die einen höheren Androgenspiegel als normal aufweisen, können Symptome wie übermäßigen Haarwuchs, Akne, unregelmäßige oder ausbleibende Perioden und Unfruchtbarkeit erleben (12,13).

Zu den Erkrankungen, die einen Androgenüberschuss verursachen, gehören:

  • PCOS

  • Nebennierentumoren

  • Eierstocktumoren

  • Hohe Prolaktinwerte

  • Morbus Cushing (12, 14, 15).

(Mehr über Androgene und ihre Wirkung auf deinen Körper erfährst du ausführlich in diesem Artikel.)

Progesteron

Progesteron ist das wichtigste Hormon, das die Schwangerschaft fördert. Man kann sich das leicht merken, wenn man sich das Wort Progesteron als „pro-gestation“ (für Schwangerschaft) vorstellt (15).

Während des Menstruationszyklus ist der Progesteronspiegel bis zum Eisprung niedrig. Danach steigt er an. Progesteron verändert die Struktur der Gebärmutterschleimhaut, damit sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann (16).

Während der Schwangerschaft ist Progesteron das wichtigste Hormon des ersten Trimesters (15). Es trägt auch zur Entwicklung des Brustgewebes bei, der sogenannten Brustdrüsen, die für die Stillzeit unerlässlich sind (17).

(Mehr über Progesteron und seine Auswirkungen auf deinen Körper erfährst du ausführlich in diesem Artikel.)

Östrogen

Östrogen wird mit der Periode in Verbindung gebracht, beeinflusst aber auch eine Reihe von Körperfunktionen, darunter die Knochenentwicklung sowie die Gesundheit von Gehirn, Herz, Gefäßen und Harnwegen (18).

Vielleicht mehr als jedes andere Hormon beeinflusst Östrogen unser Aussehen. Es wirkt sich auf die Körperfettzusammensetzung und sogar auf die Gesundheit von Haut und Haaren aus (19).

(Mehr über Östrogen und seine Wirkung auf deinen Körper erfährst du ausführlich in diesem Artikel.)

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Was ist der Unterschied zwischen den Hormonen in meinem Körper und den Hormonen in der Antibabypille?

Eine Person, die menstruiert, hat Sexualhormone, deren Spiegel im Laufe des Menstruationszyklus täglich schwanken. Wenn eine Person jedoch die Antibabypille einnimmt, sind diese Schwankungen nicht so stark, außer während der Pause (obwohl einige Pillenvarianten in den verschiedenen Wochen unterschiedliche Hormonspiegel aufweisen und möglicherweise gar keine Pause haben). Diese Pillen enthalten die Hormone Progesteron und Östrogen, um den Eisprung zu hemmen (20).

Vor etwa hundert Jahren, als wir begannen, die Funktion von Hormonen zu verstehen, wurde Progesteron aus tierischen Quellen gewonnen. Diese Art der Hormontherapie war teuer, unangenehm (da per Injektion verabreicht) und nicht besonders wirksam. In den 1940er Jahren gelang eine bahnbrechende Entdeckung, als ein Forscher Progesteron aus Yamswurzeln extrahierte (21).

Arten von Hormonen in Verhütungsmitteln

Heute ist Ethinylestradiol das häufigste synthetische Östrogen in hormonellen Verhütungsmitteln (22).

(Mehr über synthetisches Östrogen und seine Wirkung auf deinen Körper erfährst du ausführlich in diesem Artikel.)

Synthetisches Progestin ist chemisch nicht identisch mit Progesteron, bindet aber an die Rezeptoren des Progesteronhormons (17).

(Mehr über Gestagene und ihre Wirkung auf deinen Körper erfährst du ausführlich in diesem Artikel.)

Die Wahl eines hormonellen Verhütungsmittels ist eine persönliche Entscheidung, die von deinem Körper und deinen Zielen in Bezug auf deine reproduktive Gesundheit abhängt. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin über die Risiken, Vorteile und Nebenwirkungen der einzelnen Arten, um die beste Option für dich zu finden.

Hormone sind so viel interessanter, als wir im Gesundheitsunterricht lernen. Deshalb haben wir einen Leitfaden zu allen Hormonen erstellt. Hier findest du alles, was du über Östrogen, Progesteron, Androgene, Progestine, synthetisches Östrogen und das Sexualhormon-bindende Globulin (SHBG) wissen musst.

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