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Illustration von Stresssymbolen, die Geschlechtsdysphorie darstellen

Illustration: Karin Friedmann

Lesezeit: 6 min

Geschlechtsdysphorie und dein Zyklus

Wenn du deine Periode bekommst, aber keine Frau bist, kann dies Unwohlsein und Ängste verursachen

*Übersetzung: Victoria Wegner

Geschlechtsdysphorie tritt auf, wenn eine Person unter einer Nichtübereinstimmung zwischen ihrer Anatomie und ihrer Geschlechtsidentität leidet. Wenn man als Person, die sich nicht als Frau identifiziert, seine Periode bekommt, kann dies Unwohlsein und Ängste auslösen - vor allem, wenn viele Menschen die Menstruation mit Weiblichkeit gleichsetzen. Nicht alle Frauen menstruieren, und nicht alle Menschen, die menstruieren, identifizieren sich als Frauen. 

Wir haben uns an die Trans-, nichtbinäre und gender-nonkonforme Community der Clue-Nutzer:innen gewandt, um sie nach ihren Erfahrungen zum Menstruationszyklus zu befragen. Hier lest ihr einige der Antworten zu Geschlechtsdysphorie und Menstruation:

"Normalerweise ziehe ich mich dann eher maskulin an. Ich benutze lieber Tampons, da es mich visuell nicht daran erinnert, dass ich blute." - Anonym

"Ich dissoziiere mich üblicherweise, um der Dysphorie zu entkommen. Wenn ich ausgehe, benutze ich regelmäßig einen Binder, und manchmal hilft mir mein androgynes Aussehen und meine flachere Brust." - Sam

"Manchmal fühle ich mich 'nicht trans genug', weil sich Periodendysphorie wie eine sehr weit verbreitete Erfahrung unter trans*maskulinen Menschen anfühlt. Ich bin dysphorisch, wenn es um mein körperliches Aussehen und meine soziale Wahrnehmung geht, aber meine Körperfunktionen stören mich nicht." - Grey

4.8

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Jeder macht andere Erfahrungen und hat andere Bedürfnisse. Was einer Person hilft, kann für eine andere es noch schlimmer machen. Was einer Person hilft, kann es für eine andere noch schlimmer machen. Nicht jede Person, die trans oder gender-nonkonform ist, fühlt sich dysphorisch, wenn sie menstruiert, und nicht jede Transperson will sich operieren lassen oder Hormone nehmen. Nur du kannst wissen und entscheiden, was für dich am besten ist. Wenn du aber mit Geschlechtsdysphorie während deines Menstruationszyklus zu kämpfen hast, sind hier einige Dinge, die helfen könnten:

Finde die perfekten Periodenprodukte.

Du möchtest die pinke, blumige Abteilung im Supermarkt vermeiden? Waschbare, wiederverwendbare Binden oder Menstruationstassen können eine gute Option sein. Die Tasse muss nur zweimal am Tag gewechselt werden, wenn deine Blutung nicht stark ist. Binden musst du nicht in deinen Körper einführen, und wenn du wiederverwendbare Stoffbinden benutzt, kannst du sie leise und ohne das verräterische "Verpackungsgeräusch" wechseln. Du kannst sie kaufen oder du fertigst dir selber bindenkompatible Boxershorts an. Wenn du gerne Standardbinden und Tampons verwendest, hast du immer die Option, sie online zu kaufen (kaufe sie an Tagen, an denen du dich nur wenig dysphorisch fühlst) oder finde andere kreative Lösungen, um den Prozess weniger stressig für dich zu gestalten. Probiere verschiedene Produkte aus und schaue, womit du dich am wohlsten fühlst.

Lindere den Schmerz.

Krämpfe kannst du mit einer Wärmflasche, einem Heizkissen, Schmerzmitteln oder einer warmen Dusche bzw. einem Bad mildern. Masturbation ist ein weiteres beliebtes Mittel, ebenso wie Schokolade. Dehnen oder leichte Sportübungen können den Schmerz lindern und dir einen Endorphinschub verschaffen.

Suche und finde Bestätigung.

In schwierigen Phasen deines Zyklus oder immer dann, wenn du dich dysphorisch fühlst, versuche, Dinge zu tun oder zu sagen, die deine Identität bestätigen, wie z. B. das Tragen deines Lieblingsoutfits. Kleidung, in der du dich wohlfühlst und die dein Geschlecht bestätigt, kann einen großen Unterschied machen, ebenso wie das Binding (Verwendung eines Binders, um deine Brust abzuflachen) oder das Packing (Auspolstern der Unterwäsche, um den Anschein zu erwecken, einen Penis zu haben).

"Ich trug gewöhnlich meinen Binder zu Hause und probierte verschiedene Outfits an. Manchmal ging ich spazieren und rempelte aus Versehen jemanden an, der mir sagte: 'Sorry, Mann!' Das war immer schön." - Anonym

Hol' dir Unterstützung.

Teile deine Gefühle und hole dir Bestätigung von anderen Transpersonen, um dich daran zu erinnern, dass du nicht der einzige Mensch bist, der das durchlebt. Oder wende dich an eine:n unterstützende:n cisgender Freund:in, ein Familienmitglied oder eine:n Therapeut:in. Zusätzlich kannst du ein Tagebuch oder Blog führen, ein Plüschtier knuddeln, Musik hören, die dich aufmuntert, oder anonym mit jemandem bei einer LGBTQIA-Helpline wie der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (DGTI) chatten. Vergiss nicht, dass es dich nicht weiblich macht, eine Periode zu haben, ebenso wenig wie Brustwarzen jemanden zu einer Mutter machen. Menschen aller Geschlechter können und werden ihre Periode haben.

Stoppe deine Periode.

Du kannst dich entscheiden, die Häufigkeit und Schwere deiner Periode zu stoppen oder zu reduzieren, indem du hormonelle Verhütungsmittel verwendest. Dies kann in Form der Pille, der Dreimonatsspritze (z. B. Depo-Provera®), einem Hormonimplantat, einem Hormonring oder einer Hormonspirale geschehen. Manche Menschen finden, dass die Einnahme von Testosteron ihre Menstruation stoppt, andere bekommen jedoch auch nach Monaten der Behandlung weiterhin ihre Periode oder Schmierblutungen.

Eine dauerhaftere Möglichkeit, deine Periode zu stoppen, ist eine Hysterektomie (die chirurgische Entfernung der Gebärmutter), obwohl es schwierig sein kann, Ärzt:innen zu finden, die den Eingriff durchführen, und Krankenversicherungen, die die Kosten übernehmen. Sprich' mit deinem/deiner medizinischen Betreuer:in, um die beste Option für dich zu finden. Wenn du Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Gesundheitsversorgung benötigst, haben wir einen Leitfaden für die Suche nach einem/einer transfreundlichen Frauenarzt oder -ärztin geschrieben.

Gib der Sache einen Namen.

Vielleicht möchtest du deinen Uterus lieber "duderus" nennen, oder du ziehst es vor, wissenschaftliche Begriffe zu verwenden. Verwende die Wörter, die für dich funktionieren. Menstruation ist kein "Frauenthema", es ist ein Thema für Menschen, die menstruieren. Körper und Körperteile müssen nicht gegendert werden. Sagen wir doch einfach "Menschen mit Zyklus" oder "Menschen, die menstruieren". So einfach ist das!

"Ich sehe keine Notwendigkeit für kodierte Sprache. Normalerweise sage ich einfach 'Ich sterbe'. Das ist wohl mein fatalistischer Humor, der da zum Vorschein kommt." - Anonym

Innerhalb der Clue-App tun wir unser Bestes, um geschlechtsneutral zu bleiben, aber in einigen unserer Marketingmaßnahmen verwenden wir immer noch den Begriff "weiblich", um zu beschreiben, was wir tun und um für Menschen zugänglich zu sein, die mit der sich entwickelnden Sprache rund um Menstruation und Gender nicht vertraut sind.

Sei nett zu dir selbst

Es gibt keinen Grund, dich selbst so stark unter Druck zu setzen, für alles auf einmal eine Lösung zu finden. Konzentriere dich also darauf, eins nach dem anderen anzugehen. In einer Gesellschaft aufzuwachsen, die sich (größtenteils) dem binären Geschlechtermodell verschreibt, kann es so aussehen lassen, als ob das Gender unseren Körperteilen innewohnt. Es braucht Zeit, die soziale Konditionierung, die uns hierher geführt hat, rückgängig zu machen. Habe also Geduld mit dir selbst, während du beginnst, diese Verknüpfung abzulegen.

Versuche dich daran zu erinnern, dass deine Periode nicht männlich oder weiblich ist, und dass sie dich nicht zu einem Mann oder einer Frau macht. Sie existiert nur. Und das ist okay.

Behalte den Überblick

Du möchtest herausfinden, ob deine Dysphorie zu bestimmten Zeiten deines Zyklus schwankt? Hast du mit der Einnahme von Hormonpräparaten begonnen oder diese gewechselt und möchtest alle Veränderungen im Zusammenhang mit Blutungen, Krämpfen oder der Stimmung aufzeichnen?

Lade Clue herunter und fange heute noch mit dem Tracking an.

Dieser Artikel wurde am 14. Mai 2020 aktualisiert.

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