das Transgender-Symbol in Blaugrün mit einem roten Blutstropfen in der Mitte des Kreises

Illustration: Marta Pucci

LGBTQIA+

Wie es ist, seine Periode als trans Mensch zu bekommen

*Übersetzung: Victoria Wegner

Menstruation ist nicht reine "Frauensache". Die Periode kann eine Qual sein — vor allem, wenn du unter Geschlechtsdysphorie leidest oder eine Krankheit wie PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) oder Endometriose hast. Wir haben trans Männer, genderqueere und nichtbinäre Menschen gefragt, was sie über ihre Periode denken.

"Ich mag alles an dem Körper, in dem ich geboren wurde, bis auf die Tatsache, dass er ein Organ enthält, das so regelmäßig blutet."

Meine Periode dauert etwa eine Woche, und an mindestens drei dieser Tage treten lähmende Krämpfe auf — so lähmend, dass ich vor Schüttelfrost im Bett bleibe und nur noch Salz- und Essigchips essen möchte.

Wenn ich meine Periode bekomme, ist die Dysphorie am unangenehmsten: Ich bin nicht in der Lage zu ignorieren, dass ich eine Vagina habe. Für mich sind die emotionalen Aspekte der Menstruation genauso real und furchtbar wie die körperlichen Symptome.

Ich mag alles an dem Körper, in dem ich geboren wurde, bis auf die Tatsache, dass er ein Organ enthält, das so regelmäßig blutet. Ich habe Glück — es gibt nichts anderes an meinem Körper, das Dysphorie bei mir auslöst. Dafür bin ich sehr dankbar, drei von vier Wochen lang. Ich hasse es, dass meine Periode so regelmäßig die Illusion zerschlägt, dass mein Körper geschlechtsneutral ist. Ich hasse es, dass dadurch mein bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht für jeden, der einen Blick auf den Kalender wirft, sofort sichtbar wird. Ich fühle mich dadurch auf eine unangenehme Art und Weise sehr sichtbar, auch wenn niemand etwas dazu sagt. —B, 24

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"Ich versuche, sie zu verstecken und so zu tun, als ob ich gar keine bekäme"

Meine Periode ruiniert meine gesamte Stimmung und bringt oft Selbstmordgedanken mit sich, weil sie meine Geschlechtsdysphorie so stark verstärkt. Ich versuche, sie zu verstecken, so zu tun, als ob ich keine bekäme und als ob ich nicht einmal eine Gebärmutter hätte. Es ist so anstrengend, weil so viele Leute sich weigern, mich als das Geschlecht anzusehen, das ich bereits bin. Wenn sie wüssten, dass ich menstruiere, würde ich niemals ihre Anerkennung und ihren Respekt gewinnen können.

Ich erlebe Dysphorie im Zusammenhang mit meinen Geschlechtsorganen mehr als mit alles andere, außer meinem Gesicht. Es ist das, was mir am meisten weh tut — körperlich und emotional — wenn es um meinen Körper geht.

Was gefällt mir daran, eine trans Person zu sein, die menstruiert? So gut wie nichts. Ich mache aber gerne Witze darüber, dass ich meine Gebärmutter für ein Experiment entfernen lassen würde. Ich mag nicht, wie ich mich aufgrund meiner Periode fühle und wie die Gesellschaft mich dadurch sieht. — Vin Tanner, @hologramvin, nichtbinär, trans, lesbisch, 20, Seattle, U.S.A.

"Ich mag es nicht, wenn Leute die Menstruation benutzen, um eine Grenze zu ziehen, wer eine Frau sein kann und wer nicht."

Am ersten Tag meiner Periode muss ich mich so viel wie möglich hinlegen, weil die Krämpfe so schlimm sind. Manchmal bekomme ich auch richtig schlimme Kopf- und Rückenschmerzen. Ich fühle mich die ganze Woche über schwach und lustlos.

Ich erlebe nicht immer Geschlechtsdysphorie im Zusammenhang mit meinem Menstruationszyklus. Trotzdem würde ich meine Gebärmutter am liebsten ganz herausreißen, weil ich daran erinnert werde, dass sie nicht nur während meiner Periode, sondern auch während des Eisprungs existiert. Ich bekomme auch Zysten, die stechende Schmerzen verursachen.

Ich frage mich, ob irgendjemand — unabhängig vom Geschlecht — seine Menstruation genießt? Es bereitet mir Freude in den sozialen Medien nach Menstruationstags zu suchen, um Memes und andere Menschen zu finden, um sich gemeinsam zu bemitleiden — eine Symphonie von Menschen, die zusammenkommen, um über Blutungen, Krämpfe, Schmerzen, Stimmungsschwankungen und Schokolade zu lästern, warum auch immer. Normalerweise sehne ich mich nach Sushi oder nach allem, was ich schnell genug in den Mund kriegen kann.

Ich mag es nicht, wenn Leute die Menstruation benutzen, um eine Grenze zu ziehen, wer eine Frau sein kann und wer nicht. Zu bluten ≠ eine Frau sein. So funktioniert das nicht, auch wenn man cisgender ist oder was auch immer. Nicht jede cisgender Frau hat ihre Periode. Selbst in seiner grundlegendsten Logik ist es fehlerhaft. Meiner Tante wurden beide Brüste entfernt, und gerade wurden ihr die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt, und sie hat Angst, dass sie keine Frau mehr sein wird. Es tut jedem weh, Organe und Körperteile und irgendwelche willkürlichen Faktoren zu verwenden, um eine Person zu definieren. —Fallon, nichtbinär und sowas von bi, [Fallon hat uns gefragt, hinzuzufügen: witzig und charmant] 27

"Ich kann Kinder kriegen! Juhu!"

Meine Periode macht alltägliche Aktivitäten schwieriger. Alles wird schnell überwältigend. Ich bekomme schweres PMS, und das macht meine Geschlechtsdysphorie noch schlimmer. Was gefällt mir daran, eine nichtbinäre Person zu sein, die menstruiert? Ich kann Kinder kriegen! Juhu! Was ich nicht mag, ist vor allem, dass ich nicht binden kann, weil meine Brüste empfindlich sind, und die Stimmungsschwankungen. Die Menstruation selbst ist in Ordnung. —Anonym, nichtbinär, trans, queer, 19, Riad, Saudi-Arabien

"Die Menstruation ist eine Erinnerung daran, dass mein Körper nie so sein wird, wie ich ihn haben will"

Meine Periode beeinträchtigt meine täglichen Aktivitäten nicht sehr, aber sie ist schmerzhaft, also stehe ich sie einfach durch. Ich bekomme Dysphorie während meiner Periode, und außerdem muss ich "weibliche" Unterwäsche tragen, um Binden zu benutzen, was meine Dysphorie nur noch verstärkt. (Allein der Gedanke an Tampons macht mich dysphorisch.) Ich mag die emotionale Solidarität, die ich von anderen menstruierenden trans Menschen bekomme. Auf der anderen Seite gibt es einige Dinge, die ich an der Periode nicht mag: Ich habe keinen Penis. Ich habe die Fähigkeit, ein Kind auszutragen, eine Erfahrung, die mich in Schrecken setzen würde. Währenddessen können trans Frauen das nicht tun — selbst wenn sie es wollen. Die Menstruation erinnert mich daran, dass mein Körper nie so sein wird, wie ich ihn haben will, und damit muss ich einfach leben. —Noam, nichtbinär, trans, 16, Paris, Frankreich

"Es ist eine Erinnerung an die unkontrollierbaren Entscheidungen, die mein Körper ohne meine Zustimmung trifft."

Wenn ich meine Periode habe, fühle ich mich, als könnte ich GAR NICHTS tun. Ich wollte immer T [Testosteron] nehmen, um meine Periode zu stoppen. Es ist eine Erinnerung an die unkontrollierbaren Entscheidungen, die mein Körper ohne meine Zustimmung trifft.

Es gibt absolut nichts, was ich daran mag, meine Periode zu bekommen. Mir gefällt vor allem der Gedanke nicht, dass mir das fast mein ganzes Leben lang passieren wird, es sei denn, ich unternehme aktiv etwas, um meine Periode zu stoppen. —Anonym, nichtbinär, lesbisch, 22, Washington D.C., U.S.A.

"Wegen der Dysphorie sage ich normalerweise, dass ich krank bin, wenn ich meine Periode habe"

Als ich in der Schule war, ging ich jedes Mal mit Fieber nach Hause, wenn meine Periode anfing. Schon bevor ich merkte, dass ich trans bin, mochte ich nichts an meiner Periode — vor allem wegen der lähmenden Krämpfe. Jetzt mag ich vor allem die Dysphorie am Unterkörper nicht und die Art und Weise, wie die Menstruation als "Frauensache" beschrieben wird, obwohl Nicht-Frauen sie durchmachen (und viele Frauen sie nicht erleben).

Wegen der Dysphorie sage ich normalerweise, dass ich krank bin, wenn ich meine Periode habe. Ich mache mir Sorgen, dass dies zu dem Stigma beiträgt, in der Öffentlichkeit nicht über die Periode zu sprechen, aber gleichzeitig werden trans Personen aufgrund ihrer Genitalien sehr genau unter die Lupe genommen und es wird in ihre Privatsphäre eingedrungen. Es "krank sein" zu nennen, lindert meine Dysphorie und verhindert neugierige Fragen. —Anonym, nichtbinär, trans, bisexuell, 22, Fort Worth, U.S.A.

"Ich habe Angst, mit jemandem außer engen Freunden darüber zu reden."

Ich fühle mich komisch, wenn ich Binden mit mir herumtrage, weil schon der Gedanke an die Periode meine Dysphorie auslöst. Ich bemerke die Dysphorie am Unterkörper nur, wenn ich meine Periode habe, weil ich ständig Schmerzen im Beckenbereich habe. Es macht auch meine Brust empfindlicher, was das Binding noch schwieriger macht.

Es gibt absolut nichts, was ich daran mag, meine Periode zu bekommen. Ohne Menstruation hätte ich keine Schmerzen, kein Blut, keine Menstruationsprodukte und keine Sorgen um die Verhütung. Wenn ich keine Periode hätte, würde ich nicht so viel Dysphorie haben. Ich denke, das Schlimmste daran ist, dass ich Angst habe, mit jemandem außer engen Freunden darüber zu sprechen. Wenn ich mich online über meine Symptome auslasse, habe ich das Gefühl, dass viele Leute mich in ihrem Kopf dem falschen Geschlecht zuordnen.

Ich finde es viel einfacher, mit menstruationsbedingter Dysphorie umzugehen, wenn ich vorhersagen kann, wann ich wahrscheinlich bluten werde. Eine App, um seine Periode zu tracken, die nicht geschlechtsspezifisch ist, macht diese Qual so viel einfacher. —Anonym, agender, trans, bisexuell, 19, Waterloo, Kanada

"Wer wäscht schon eine Menstruationstasse im Waschbecken einer Herrentoilette aus?"

Meine Periode beeinflusst mich erheblich, besonders wenn sie stark ist oder ich schlimme Krämpfe habe. Sie kann mich mürrisch, reizbar, ausgelaugt machen, in mir ein großes Verlangen nach Schokolade auslösen, usw. Ganz zu schweigen davon, dass ich vielleicht irgendwo bin oder einen Job mache, der bedeutet, dass ich keinen direkten Zugang zu einer Toilette, einem Waschbecken, einem Mülleimer usw. habe. In den meisten Männertoiletten ist es sehr schwer, Abfalleimer zu finden. Und wer wäscht schon eine Menstruationstasse im Waschbecken einer Herrentoilette aus? Keiner.

Ich habe Dysphorie in verschiedenen Phasen meines Zyklus. Wenn ich meinen Eisprung habe, könnte ich meinen Schleim wie ein Spider-Man Netz durch den Raum schleudern, was leider nicht so cool oder nützlich ist. Jedes Mal, wenn ich mich untenrum zu feucht fühle, macht es mich dysphorisch, aber die Haifischwoche ist das absolut Schlimmste, da es eine offensichtliche, sehr visuelle Erinnerung daran ist, dass "du nicht wie die meisten anderen Männer bist" — dass du lahmgelegt, schmutzig und kompliziert bist. Außerdem muss du dir tatsächlich Dinge dort hochstecken.

Ich habe immer noch Albträume von den Damenbinden, die ich in der Schule benutzen musste, und von den Kindern, die kommentierten, dass man das Rascheln hören konnte, so dass sie wussten, dass man [seine Periode] hatte. Ich erinnere mich an die kleinen roten Flecken auf den Sitzen, wenn die dummen Dinger in der Klasse ausliefen, und einfach an die mangelnde Hygiene auf den Schultoiletten, was bedeutete, dass man keine Seife und keine Abfalleimer hatte und keine Hilfe, wenn man einen Unfall hatte. Tampons waren ein notwendiges Übel, und ich zwang mich, sie zu benutzen, obwohl ich das Gefühl, den Vorgang und die Sauerei hasste. Und ich will gar nicht erst anfangen, von den Tampons mit Applikator zu reden - das war die Hölle. Indem ich meine Hände benutzte, hatte ich wenigstens das Gefühl, dass es Männerarbeit war.

Ich denke, ich kann mich zumindest in Frauen hineinversetzen, wenn das Thema Periode aufkommt. Ich hasse so ziemlich alles an der Menstruation. Ich fand es immer traumatisch, daran erinnert zu werden, dass ich einen weiblichen Körper habe und jeden Monat blute. Ich dachte, ich würde meine Periode nicht bekommen und hoffte, dass das alles ein komischer Scherz sei — bis es passierte. Dann fühlte es sich an wie in einem Horrorfilm. Ich mag besonders das Gefühl nicht, wenn man einen starken Tag hat und Blutklumpen aus einem herausschießen. Wenn sehr frisch aussehende Blutklumpen aus dir herausfließen, dann distanziert sich man ganz schön von sich selbst. —Anonym, stellt das persönliche Mannsein in Frage und erkundet dies, trans, queer, 42, London, England

"Meine Dysphorie wird um die Zeit des Eisprungs stärker"

Ich habe bemerkt, dass meine Dysphorie um die Zeit des Eisprungs stärker wird. Manchmal, wenn ich meine Periode habe, wird die Dysphorie auch schlimmer, aber manchmal auch nicht. Ich hasse das meiste, wenn nicht sogar alles, was mit der Menstruation zu tun hat, und möchte mir die Gebärmutter operativ entfernen lassen. —Aya, nichtbinär, demigirl agender (manchmal fluktuiere ich mehr zu männlicheren Geschlechter), trans, lesbisch, 20, Netanya, Israel

"Ich hasse das Gefühl, dass ich deswegen kein richtiger Mann sein kann, obwohl ich weiß, das ich einer bin."

In letzter Zeit beeinflusst mich meine Periode sehr stark. Ich habe dann zusätzliche Dysphorie, weil ich mich gezwungen fühle, die Damentoilette zu benutzen, obwohl ich die Männertoilette benutzen möchte. Ich habe nicht wirklich ein Ventil für meine Dysphorie, so dass sie letztendlich verinnerlicht wird.

Ich sehe wirklich keinen Nutzen darin, eine Periode zu haben. Ich habe nicht vor, eigene Kinder zu bekommen, und es bereitet mir nichts als Schmerzen und Dysphorie. Ich hasse auch das Gefühl, dass ich deswegen kein richtiger Mann sein kann, obwohl ich weiß, das ich einer bin. —David Barrett, nichtbinär, transmaskulin, pansexuell, 18, Akron, Ohio, U.S.A.

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