Illustration eines Blutstropfens in Rotfarben.

Illustration: Katrin Friedmann

Menstruation

Blutklümpchen während der Menstruation: Wie entstehen sie?

*Übersetzung: Rebecca Rosenthal

Das Wichtigste zum Thema:

  • Blutklümpchen sind an den stärksten Tagen deiner Menstruation normal.

  • Die genaue Ursache von Blutklümpchen während der Menstruation ist unklar.

  • Wenn deine Menstruationsblutung stark ist und die Blutklumpen größer als etwa die Größe einer Zwei-Euro-Münze sind, solltest du ärztlichen Rat aufsuchen.

Normalerweise weißt du, dass deine Menstruation begonnen hat, wenn du ein wenig oder viel Blut in deiner Unterwäsche siehst. Zu bestimmten Zeitpunkten während der Menstruation kannst du Blutklumpen oder -brocken auf deinen Hygieneprodukten oder in deiner Unterwäsche sehen. Was sind diese Klumpen oder Brocken genau?

Die Ablösung deiner Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) hat typischerweise ein schwankendes Fließvolumen, das allmählich oder plötzlich zunimmt. Die Menstruationsblutung variiert auch in Dauer, Farbe (von altem oder neuem Blut) und Beschaffenheit. Die Beschaffenheit des Menstruationsblutes verändert sich durch die Ablösung von Endometriumgewebe, das als Blutklümpchen austreten kann.

Blutklümpchen sind ein häufiges Merkmal von Menstruationsblut. Sie können als Klümpchen, Klumpen und/oder in einer geleeartigen Konsistenz auftreten und in Größe und Anzahl variieren.

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Bei einer durchschnittlichen Menstruation werden etwa 2 bis 3 Esslöffel (35 bis 40 Milliliter) Blut und Gewebe ausgeschieden. Das Bemerken von Blutklümpchen oder- klumpen, besonders an den stärksten Tagen der Menstruation, ist normal.

Blutklümpchen während der Menstruation unterscheiden sich von venösen Blutgerinnseln (die Art, die im Zusammenhang mit der hormonellen Verhütung diskutiert wird). Blutgerinnsel sind das Ergebnis von Gerinnung – dem Prozess, bei dem flüssiges Blut in einen halbfesten oder festen Zustand überführt wird. Blutgerinnsel, die aus dem zirkulierenden Blut entstehen, sind notwendig, um Blutungen bei Verletzungen zu stoppen, aber sie können sich auch unnötigerweise bilden und medizinische Probleme verursachen.

Es ist allgemein anerkannt, dass die körpereigenen Antikoagulantien hinter den Blutgerinnseln der Menstruation stecken (1). Laut dem Center for Young Women's Health am Boston Children's Hospital setzt dein Körper diese Substanzen frei, um zu verhindern, dass das Menstruationsblut während des Ausflusses gerinnt. Bei starkem Blutfluss bleibt jedoch nicht immer genug Zeit, damit die Gerinnungshemmer ihre volle Wirkung entfalten können, was zur Bildung von Blutgerinnseln führt.

Es gibt widersprüchliche Aussagen darüber, wo sich Menstruationsgerinnsel bilden – entweder in der Vagina oder in der Gebärmutterhöhle (2, 3). Die Blutgerinnung entsteht nach allgemeiner Auffassung durch das Zusammenwirken zweier Proteine: Thrombin und Fibrinogen. Einige Untersuchungen behaupten jedoch, dass Menstruationsblut weder Thrombin noch Fibrinogen enthält (2, 3). Eine frühe Studie legte nahe, dass die Fließfähigkeit des Menstruationsblutes auf eine lytische Substanz zurückzuführen ist, die zuvor geronnenes Blut wieder verflüssigt (2). Eine lytische Substanz ist ein Stoff, der etwas auflöst. Dies könnte also bedeuten, dass es sich bei den Blutgerinnseln um Formationen handelt, die nicht gründlich von einer lytischen Substanz verflüssigt wurden.

Andere Studien untersuchten andere Theorien zur Rolle von Fibrinogen und Blutgerinnseln während der Menstruation. Plasminogenaktivatoren sind eine Gruppe von Enzymen, die die Fibrinolyse – das Auflösen von Blutgerinnseln – bewirken. Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen, die unter starken Menstruationsblutungen leiden, mehr Enzyme in der Gebärmutterschleimhaut haben, die Blutgerinnsel auflösen (4, 5).

Andere Studien besagen, dass Menstruationsblutgerinnsel Ansammlungen von roten Zellen in schleimähnlichen Substanzen sind, und behaupten, dass die Schleimhaut aus der prämenstruellen Phase das Menstruationsblut verflüssigen soll (2, 3).

Obwohl es Unstimmigkeiten darüber gibt, was genau menstruelle Blutgerinnsel verursacht, sind sie eine häufige und normale Eigenschaft des Menstruationsblutes an Tagen mit hohem Durchflussvolumen.

Wenn du mehrere Blutgerinnsel hast, die größer als die Größe einer Zwei-Euro-Münze sind, kann das ein Anzeichen für starke Menstruationsblutungen sein. Große und gräuliche Gerinnsel können von einer unentdeckten Fehlgeburt stammen.

Wenn du orale Antikoagulanzien – Medikamente zur Verhinderung von Blutgerinnseln – einnimmst, kann es zu starken und verlängerten Menstruationsblutungen kommen (6, 7). Laut UpToDate können bis zu 15–24 Prozent der Frauen mit Menorrhagie eine Blutungsstörung haben, wie z. B. die Von-Willebrand-Krankheit, eine Immunthrombozytopenie oder eine Thrombozytenfunktionsstörung.

Blutungen aus anderen Körperteilen entstehen durch Verletzungen oder Krankheiten. Dadurch kann die Menstruationsblutung anders aussehen, auch wenn die Prozesse nicht zusammenhängen. Erwarte nicht, dass das Menstruationsblut immer eine gleichmäßige und absolut rote Flüssigkeit ist.

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