Illustration von drei roten Sprechblasen mit einem Blutstropfen in jeder

Illustration: Katrin Friedmann

Leben & Kultur

Wie du über die Periode reden kannst

Wolltest du schon mal über die Periode reden, wusstest aber nicht genau, wie? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.

*Übersetzung: Judith Quijano

Wolltest du schon mal über die Periode reden, wusstest aber nicht genau, wie? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Wir möchten nach unserer #justsayperiod-Kampagne einen Schritt weiter gehen und dir ein paar Tipps dazu geben, wie du über die Periode reden kannst – egal mit wem, egal wo und egal wann.

Warum ist es wichtig, über die Periode zu reden?

Indem wir die Periode offen ansprechen, signalisieren wir unserem Umfeld, dass es in Ordnung ist, darüber zu reden. Der erste Schritt beim Aufbrechen von Tabus ist das Benennen von und Reden über die Periode – ohne Euphemismen. Das kann zuerst ungewohnt sein – doch je mehr du es tust, desto normaler wird es.

Mit deinen Eltern oder einem:r Verwandten

Wahrscheinlich gehören deine erwachsenen Familienmitglieder zu den Ersten, die von deiner ersten Periode erfahren. Erwachsene sind in der Regel mit der Menstruation vertraut und können unterstüzend sein. Auch wenn sie aus einer anderen Generation stammen und nicht offen über die Periode reden möchten, kannst du ihren Horizont erweitern und sie mit Tabuthemen vertrauter machen.

Hier ein paar Vorschläge:

  • Wenn es dir unangenehm ist, direkt mit deinen Eltern über die Periode zu reden, schreibe ihnen eine Nachricht, E-Mail oder einen Brief. Das ist der erste Schritt und ebnet den Weg für ein späteres direktes Gespräch.

  • Stelle deinen Eltern eine Frage, um das Gespräch ungezwungen anzustoßen. "Warum denkst du, dass wir als Kultur nicht offen über die Periode reden? Dabei ist sie doch so normal!"

  • Bonus-Herausforderung: Bitte deinen Vater (oder eine:n andere:n Verwandte:n, die:der nicht menstruiert), Tampons zu kaufen.

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Mit deinen Freund:innen

Perioden sind eine Lebenstatsache. Das bedeutet, dass dieses Thema früher oder später wahrscheinlich mit deinen Freund:innen aufkommen wird. Und das ist super! Denn je mehr du mit deinen Freund:innen darüber redest und Erfahrungen austauschst, umso mehr werden sie verstehen, dass die Periode nichts Merkürdiges oder Ekliges ist. Sie ist normal.

Mehr Vorschläge, wie du mit deinen Freund:innen über die Periode reden kannst:

  • Sprich über etwas Merkwürdiges oder Unerwartetes, das während deiner letzten Periode geschehen ist und frage sie, ob sie je etwas Ähnliches erlebt haben

  • Beschränke dich nicht nur auf das Negative. Ist während deines Zyklus etwas Positives passiert, das du teilen könntest? (Sieh dir die positiven PMS-Symptome an, falls du Inspiration brauchst.)

  • Teile Artikel oder neue Fakten, die du (vielleicht durch Clue) hinzugelernt hast ;)

  • Teile über Clue Connect deinen Zyklus mit Freund:innen – du kannst ihnen alles Gute zu ihrem Eisprung wünschen sowie Tampons oder Binden mit ihnen teilen, wenn sie ihre Menstruation haben.

In der Schule

In der Schule wird bestimmt irgendwann jemand seine Periode haben, ohne darauf vorbereitet zu sein. Das ist die perfekte Chance für dich, dein Umfeld (und insbesondere die Jungen) zum Thema Periode aufzuklären. In vielen Kulturen sind Jungen und Personen, die nicht menstruieren, oft falsch informiert.

Wenn die Jungen "Beweise" dafür brauchen, dass das Reden über die Periode nicht komisch ist, teile einfach diesen Artikel mit ihnen. Drucke das Bild einer Gebärmutter aus, verdecke die Bezeichnungen und frage die Personen in deinem Umfeld, wie die unterschiedlichen Körperteile heißen.

Sprich mit einem:r Lehrer:in. Er oder sie wird dir helfen können, wenn du Fragen hast und wird dein Anliegen auf jeden Fall für sich behalten.

Bei der Arbeit

Diese Situation kann etwas herausfordernder sein, da es an den meisten Arbeitsplätzen nicht "notwendig" ist, über die Periode zu reden. Solltest du jedoch mit jemandem zusammenarbeiten, der seine Periode hat oder hatte, wird das Thema Menstruation unvermeidlich irgendwann angesprochen werden – denn wer muss nicht mal bei der Arbeit einen Tampon borgen?!

Hier ein paar Tipps, wie du die Periode am Arbeitsplatz normalisieren kannst:

  • Trage deinen Tampon offenkundig in der Hand, wenn du zu den Toiletten gehst (verstecke ihn nicht!)

  • Erhebe deine Stimme, wenn jemand eine ungemessene oder erniedrigende Sprache verwendet, um über Frauen und/oder die Periode zu reden.

  • Unterstüze deine Kolleg:innen, an die diese unangemessenen Witze oder Anmerkungen gerichtet sind (siehe Beispiel unten).

Mit jemandem, den du datest

Wenn du mit einer anderen Person in einer Beziehung bist (und diese Person nicht menstruiert), ist es schwierig, nicht über die Periode zu reden. Wenn du versuchst, schwanger zu werden oder es vermeiden möchtest, muss dein Partner verstehen, wie dein Menstruationszyklus funktioniert. Sprich mit deinem:r Partner:in über jedes dieser Themen – sowohl allgemein als auch spezifisch, zum Beispiel über dein Energieniveau oder die Veränderungen deiner Haut. (Und gib uns Bescheid, wie es gelaufen ist!)

Wenn jemand einen unangemessenen Witz macht

Wir haben es alle schon mal gehört. Du reagierst stark auf eine Aussage und erhältst die Antwort "Ist wieder die Zeit des Monats?"

Vermittle bestmöglich das Emoji mit dem wütenden Kopf. Oder greife auf eine dieser wunderbaren Reaktionen zurück:

  • Unbeeindrucktes Gesicht. Lächle nicht und verdrehe nicht deine Augen. Starre dein Gegenüber einfach an, ohne jegliche Antwort oder Ähnliches von dir zu geben. Mach die Situation für die andere Person unangenehm.

  • Stelle dich dumm. "Welche Zeit des Monats? Was meinst du? Wovon sprichst du?" Bringe die Person dazu, ihre Frage erneut zu stellen. Es kann gut sein, dass sie sich nicht wiederholen wird.

  • Werde wütend. "Pass auf, oder ich hinterlasse meinen vollgesogenen Tampon auf deinem Büro." oder "Verstehe ich es richtig, dass du meinen blutigen Tampon sehen wolltest?" Du hast die Wahl!

Lade Clue herunter, um mehr über deine Periode und deinen Körper zu erfahren.

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